Kongo Massaker an rund 1000 Zivilisten
Nairobi/Kinshasa - Die Ermordung der 1000 Zivilisten sei bereits am Donnerstag in der Ortschaft Drodro im Nordosten geschehen. "Dies ist der grausamste Einzelvorfall seit Beginn des Bürgerkriegs", sagte Monuc-Sprecher Hamadou Toure dem Radiosender BBC am Montag.
Vertreter der Uno seien in den Ort geflogen, um mit Überlebenden zu sprechen. Die Bewohner haben 966 Opfer aufgelistet, die bei dem dreistündigen Angriff ums Leben kamen. Insgesamt haben die Uno-Mitarbeiter 20 Massengräber untersucht und dabei Spuren von Blut und Kleidung der Opfer gefunden. 49 Überlebende des Massakers liegen mit Schusswunden und Verletzungen durch Machetenhiebe im Krankenhaus von Dodro.
Die Monuc-Ermittler untersuchen in der Region nahe der Grenze zu Uganda die Massaker der vergangenen Monate. Während die internationalen Gegner des vier Jahre währenden Kongokriegs letztes Jahr gemeinsam mit einer Regierung der nationalen Einheit in der Hauptstadt Kinshasa einen Friedenskurs eingeschlagen haben, kommt der Osten des Landes noch immer nicht zur Ruhe. Tausende Menschen starben in Kämpfen zwischen rivalisierenden Volksstämmen und Milizgruppen.