Kongo Tanklastzug explodiert - mehr als 200 Tote
Kinshasa - Bei der Explosion eines Tanklasters im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 200 Menschen getötet worden. 100 weitere wurden nach Angaben des kongolesischen Roten Kreuzes verletzt. Das Unglück ereignete sich am späten Freitagabend in der Nähe des Dorfs Sange, rund 100 Kilometer von der Regionalhauptstadt Bukavu entfernt. Der Fahrer des Lastwagens hatte zuvor bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.
Kurz nach dem Unfall hätten sich Bewohner um das Fahrzeug versammelt, um den an vielen Stellen austretenden Treibstoff aufzufangen, wie der von den Uno finanzierte Rundfunksenders Okapi berichtet. Dann sei das Fahrzeug explodiert.
Die meisten der Opfer hätten jedoch in den umliegenden Häusern das WM-Fußballspiel Uruguay gegen Ghana angeschaut. Dutzende der Häuser im Dorf brannten nieder. Nach Angaben der Vereinten Nationen waren unter den Toten auch fünf Mitglieder der Uno-Friedenstruppe, die die Menschen davon abhalten wollten, sich dem Tanklaster zu nähern.
Eine Sprecherin des Roten Kreuzes sagte am Samstag, die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen, da die Rettungskräfte noch im Einsatz seien. Ein Vertreter der Uno-Mission erklärte, die Uno-Friedenstruppe habe die Ermittlungen aufgenommen. Der Lastwagen kam aus dem benachbarten Tansania.