Burkini: Verbot jetzt auch auf Korsika | Vorfall in Bad Saarow - DER SPIEGEL
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Ganzkörper-Badeanzüge Burkiniverbot jetzt auch auf Korsika

In Frankreich hat erneut eine Kommune das Tragen von Burkinis am Strand untersagt. In dem Ort auf Korsika hatte es Streit gegeben, nachdem Badegäste verhüllte Frauen fotografiert hatten.
Proteste wegen Burkini-Vorfall auf Korsika
Proteste wegen Burkini-Vorfall auf Korsika

Proteste wegen Burkini-Vorfall auf Korsika

Foto: PASCAL POCHARD-CASABIANCA/ AFP
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Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und Badegästen hat erneut eine französische Kommune das Tragen von Burkinis am Strand verboten. Dies habe der Stadtrat beschlossen, sagte Ange-Pierre Vivoni, der Bürgermeister des Ortes Sisco auf Korsika. Zuvor hatten bereits die Stadtverwaltungen von Cannes und Villeneuve-Loubet an der Côte d'Azur Ganzkörperbadeanzüge an ihren Stränden verboten.

In Sisco war es am Samstag zu Auseinandersetzungen zwischen korsischen Jugendlichen und Familien maghrebinischer Herkunft gekommen. Zuvor hatten Touristen Augenzeugen zufolge Frauen fotografiert, die im Burkini baden gingen. Fünf Menschen wurden bei der Prügelei verletzt, etwa hundert Polizisten waren im Einsatz, um die Auseinandersetzungen zu beenden.

Strenge Auslegung des Islam

Der Burkini bedeckt den ganzen Körper und wird von muslimischen Frauen getragen, die beim Baden einer strengen Auslegung des Islam entsprechen wollen.

In Deutschland beschäftigt ein Vorfall in Bad Saarow die Polizei. In einer Therme bekamen zwei Frauen im Burkini den Unmut anderer Badegäste zu spüren. Eine der beiden stellte Strafanzeige, wie ein Polizeisprecher in Frankfurt (Oder) mitteilte. Zunächst hatte der Sender RBB über den Fall berichtet.

Die Frau, die genau wie ihre Mutter einen Burkini trug, fühlte sich der Polizei zufolge beleidigt und diskriminiert. Andere Badegäste hätten sie beschimpft und einen Bademeister eingeschaltet, erklärte die Frau im RBB. Die Aussagen über den Vorfall gehen auseinander. Ein Sprecher der Therme wies die Darstellung zurück.

sms/dpa/AFP

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