Koscherer Strudel - DER SPIEGEL
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STADTKULTUR Koscherer Strudel

• aus DER SPIEGEL 3/2008
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Seit ein paar Jahren schon wachsen die jüdischen Gemeinden in Deutschland, vor allem dank der jüdischen Einwanderer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. In der Folge beleben sich nun auch einstige Zentren jüdischen Lebens wieder; in Berlin, Bochum und Gelsenkirchen beispielsweise wurden im vergangenen Jahr Synagogen eingeweiht. Im Hamburger Grindelviertel, wo es seit 2007 im Gebäude der historischen Talmud-Tora-Schule einen Kindergarten und eine Grundschule gibt, eröffnet am 15. Januar das erste jüdische Café der Stadt, das »Café Leonar«. Dort werden zahlreiche Zeitungen ausliegen, darunter die »Jüdische Zeitung«, das Wochenmagazin »Tachles« und das Monatsmagazin »Aufbau«. Außerdem ist dem Café eine Buchhandlung angegliedert. Als »ideellen Rahmen« haben die beiden Initiatorinnen Sonia Simmenauer und Barbara Guggenheim den Verein »Jüdischer Salon am Grindel« gegründet, der Lesungen, Vorträge, Filmvorführungen und Ausstellungen organisiert. Später soll das Café eine eigene Bäckerei erhalten, die Gäste mit Strudel, Rugelach oder Schallot versorgen wird, dem typischen jüdischen Schabbat-Brot.

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