Krankenhaus Bautzen: Operierter Schmökel wird schwer bewacht - DER SPIEGEL
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Krankenhaus Bautzen Operierter Schmökel wird schwer bewacht

Bei seiner Festnahme war der Gewaltverbrecher Frank Schmökel von Polizeibeamten angeschossen worden. Nach einer Notoperation im Krankenhaus Bautzen wird er nun schwer bewacht. Genaue Informationen über den Gesundheitszustand von Schmökel gibt es nicht.
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Bautzen/Dresden - Der 38-Jährige liege in einem separaten Zimmer, sagte ein Sprecher des Lagezentrums im sächsischen Innenministerium. "Er wird von einer Einheit SEK-Beamter bewacht." Am Morgen wollten die Ärzte entscheiden, ob Schmökel transportfähig ist und in ein Haftkrankenhaus verlegt werden kann.

Über den Gesundheitszustand von Schmökel war nach der Notoperation im Kreiskrankenhaus Bautzen zunächst nichts bekannt.

Schmökel war nach fast zweiwöchiger Flucht nahe dem Ort Saritsch bei Bautzen in der Lausitz eher zufällig gestellt worden. Ein Laubenbesitzer hatte die Polizei informiert, dass in eine Gartenlaube eingebrochen wurde. Daraufhin seien drei Polizeiwagen mit sieben Beamten der Autobahnpolizei zu dem Grundstück gefahren. Sie umstellten die Laube und drangen durch die Hintertür ein.

Schmökel habe zunächst apathisch auf dem Boden gelegen, sagte einer der beteiligten Polizisten. Nach Erklärung der Festnahme habe er sein etwa 20 Zentimeter langes Messer gezogen und sei auf die Einsatzkräfte losgegangen. Daraufhin schoss einer der Beamten Schmökel in den Bauch. Die Polizisten hätten Schmökel anhand seiner Tätowierungen an den Unterarmen identifiziert, hieß es.

Die Innenminister von Sachsen und Brandenburg, Klaus Hardraht und Schönbohm (beide CDU), äußerten sich erleichtert über die Festnahme. Schmökel habe sich in einem Zustand "völliger Unberechenbarkeit" befunden, sagte Hardraht. "Wir befürchteten das Schlimmste". Die Wirkung der Medikamente auf den psychisch Kranken habe zuletzt nachgelassen.

Zuletzt war Schmökel 1995 zu 14 Jahren Haft wegen versuchten Mordes und mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden. Als geistesgestörter Triebtäter war er in der geschlossenen Psychiatrie Neuruppin eingesperrt.

Der 1,92 Meter große Verbrecher war am 25. Oktober in Strausberg bei Berlin entkommen, als er seine Mutter besuchte. Bei der Flucht verletzte er einen Pfleger lebensgefährlich.

Schmökel hatte auf seiner Flucht in Strausberg bei Berlin außerdem einen 60-jährigen Mann erschlagen, um an dessen Auto zu kommen. Von dort flüchtete er nach Sachsen, wo die Polizei seit dem Wochenende Tag und Nacht ein Waldstück in der Nähe des Ortes der Festnahme mit einem Großaufgebot durchkämmt hatte.