Krisengebiet Bundesregierung entsendet THW-Team
Berlin - Wie Regierungssprecher Bela Anda heute in Berlin mitteilte, wird das THW-Team umgehend den Weg in die Vereinigten Staaten antreten. Dem Sprecher zufolge fand gestern Abend unter Leitung des Chefs des Bundeskanzleramtes, Frank-Walter Steinmeier, ein Gespräch mit den Staatssekretären des Auswärtigen Amtes, des Bundesinnenministeriums, des Verteidigungsministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums zur Koordinierung der deutschen Hilfe für die vom Hurrikan "Katrina" verwüsteten Gebiete statt.
Morgen wird sich Anda zufolge Staatssekretär Steinmeier mit dem amerikanischen Botschafter treffen. Dabei gehe es um einen ersten Abgleich des deutschen Hilfsangebots mit den Bedürfnissen im Katastrophengebiet.
Steinmeier habe zugleich die große Spendenbereitschaft der Deutschen begrüßt, sagte Anda. Die Hilfsorganisationen stünden im Kontakt mit dem Arbeitsstab "Humanitäre Hilfe" des Auswärtigen Amtes, um sicherzustellen, dass die Hilfe die Bedürftigen schnell erreiche.
Die Geschäftsführerin der Dachorganisation "Aktion Deutschland hilft" (ADH), Manuela Rossbach, rief die Bevölkerung derweil zu Spenden für die Hurrikanopfer auf. Das eingehende Geld werde sofort an die US-Partnerorganisationen weitergeleitet, die dann vor Ort die benötigten Waren einkauften, sagte Rossbach heute im Deutschlandfunk. Sie verwies darauf, dass keine Sachspenden gebraucht würden. Zudem stellte sie klar, dass ihre Organisation keine Spendenmittel aus dem Fonds für die Tsunami-Gebiete in Südasien nutzen werde.