Kuba-Flüchtlinge: Im Taxi nach Florida - DER SPIEGEL
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Kuba-Flüchtlinge Im Taxi nach Florida

Das Taxi-Schild prangte noch auf dem Dach des Oldtimers. Die US-Küstenwache hat gestern in Florida ein zu einem Boot umgebautes kubanisches Mietauto mit 13 Männern an Bord aufgegriffen. Sie müssen zurück in ihre Heimat.
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Key West - Wie der TV-Sender NBC-6 in Miami berichtete, wurden die Flüchtlinge etwa 32 Kilometer vor Key West an der Südspitze Floridas auf dem offenen Meer aufgegriffen. Der Sender zeigte Bilder, auf denen zu sehen ist, wie die Küstenwache das Boot einkreist, während die Kubaner an Bord hektisch versuchen, die Autofenster zu schließen - offenbar, um ihr Vehikel für die Polizei unzugänglich zu machen. Der hellblaue Mercury aus dem Jahr 1949 war für die Reise von Kuba nach Florida mit einem Schiffsbug versehen worden.

Die Küstenwache wollte die Aktion zunächst nicht kommentieren. In der Regel werden Kubaner, welche die US-Küste erreichen, nicht auf die kommunistisch regierte Insel zurückgeschickt. Jene Flüchtlinge, die auf dem offenen Meer gestellt werden, erhalten allerdings keine Aufenthaltserlaubnis und müssen zurückkehren.

Bereits im Jahr 2003 hatten findige Bootsbauer einen hellgrünen Chevrolet Pickup, Baujahr 1951, zu einem seetauglichen Gefährt umgebaut. Auch sie erreichten die Küste der Vereinigten Staaten nicht und wurden zurückgeschickt. Damals hatte die Küstenwache das Boot versenkt.

Im Februar 2004 unternahm derselbe Kapitän einen zweiten Versuch, illegal in die USA zu gelangen: Dieses Mal an Bord eines Buick. Er scheiterte erneut und verlegte seine Fluchtpläne aufs Land: Am 12. März gelangte der Mann zusammen mit seiner Familie von Mexiko nach Texas und durfte bleiben.