Kuba: Tote und Verwüstungen durch Hurrikan "Ike" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Kuba Tote und Verwüstungen durch Hurrikan "Ike"

Traurige Bilanz des Hurrikans "Ike": Bei dessen Zug über Kuba sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, Kaffeefelder und Zuckerrohrplantagen wurden verwüstet. Zurück auf dem offenen Meer, soll er nun an Stärke zulegen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Havanna/Port-au-Prince - Beim Durchzug des Hurrikans "Ike" sind in Kuba mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtete das kubanische Fernsehen unter Berufung auf den Zivilschutz.

Ein 35- und ein 76-jähriger Mann erlitten demnach einen tödlichen Stromschlag, als sie in der zentralkubanischen Provinz Villa Clara eine Antenne vom Dach ihres Hauses abnehmen wollten.

In der Stadt Camagüey in der gleichnamigen Provinz im Osten des Landes wurde den Angaben zufolge ein 35-jähriger Mann unter einer einstürzenden Wand begraben, nachdem ein Baum auf sein Haus gestürzt war. In der östlichen Provinz Holguín sei eine 74-jährige Frau nach dem Einsturz ihres Hauses gestorben.

Zahlreiche Häuser wurden zerstört und Städte überschwemmt. "Ike" riss Bäume aus und knickte Strommasten um. Zudem verwüstete er Kaffeefelder und Zuckerrohrplantagen.

"Ike" bewegt sich nun mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern in Richtung der kubanischen Hauptstadt Havanna. In dem Karibikstaat gilt die höchste Alarmstufe, fast zwei Millionen Menschen wurden von den Behörden in Sicherheit gebracht. Nach NHC-Angaben könnte "Ike" wieder an Stärke gewinnen, wenn er voraussichtlich am Dienstag zurück auf das offene Meer zieht.

Was die Hurrikan-Stärken bedeuten

Zuvor hatten Ausläufer von "Ike" auf den Bahamas und in Haiti schwere Schäden angerichtet. Die Zahl der Todesopfer durch "Ike" stieg in Haiti nach amtlichen Angaben am Montag auf 66, davon alleine 60 in dem Dorf Cabaret nahe der Hauptstadt Port-au-Prince. 14 Menschen gelten noch als vermisst. Haiti war in den vergangenen drei Wochen von vier schweren Wirbelstürmen heimgesucht worden, dabei starben insgesamt mehr als 600 Menschen. Rund 86.000 Betroffene leben derzeit in Notunterkünften.

pad/AFP/dpa