Kuba und Pakistan: Dutzende Opfer bei Flugzeug-Crashs - DER SPIEGEL
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Kuba und Pakistan Dutzende Opfer bei Flugzeug-Crashs

Rettungskräfte bergen die Toten aus dem verbrannten Wrack: Bei einem Flugzeugunglück auf Kuba sind nach offiziellen Angaben alle 68 Passagiere gestorben, darunter zwei Deutsche. Auch in Pakistan ist in der Nacht eine kleinere Maschine abgestürzt, alle 21 Insassen sollen ums Leben gekommen sein.
Kuba und Pakistan: Dutzende Opfer bei Flugzeug-Crashs
Kuba und Pakistan: Dutzende Opfer bei Flugzeug-Crashs

Kuba und Pakistan: Dutzende Opfer bei Flugzeug-Crashs

Foto: HO/ REUTERS
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Kuba

Havanna/Islamabad - Bei Flugzeugabstürzen auf und in Pakistan hat es offenbar zahlreiche Tote gegeben. Unter den 68 Passagieren der kubanischen Unglücksmaschine sollen auch zwei Deutsche gewesen sein. Das geht aus der Passagierliste hervor, die in der Nacht zum Freitag im kubanischen Fernsehen verlesen wurde. Die kubanischen Zivilbehörden erklärten, es gebe keine Überlebenden.

Bei den Deutschen handelt es sich demnach um einen Mann und eine Frau. Die Unglücksmaschine gehört der staatlichen kubanischen Fluggesellschaft Aerocaribbean und war auf dem Weg von Santiago de Cuba im Osten des Landes in die Hauptstadt Havanna.

Derzeit laufen die Bergungsarbeiten am Absturzort in Zentralkuba. Wie die staatliche Website cubadebate.cu berichtete, entdeckten örtliche Rettungskräfte in der Nacht "die ersten Leichen" von Insassen der Maschine. Eine Zahl wurde aber nicht genannt. Auf der Website waren Fotos abgebildet, die ein brennendes Wrack zeigten.

Das kubanische Fernsehen berichtete unter Berufung auf die Behörden des Karibikstaates, das Flugzeug vom Typ ATR-72 sei auf dem Weg von Santiago de Cuba im Osten des Landes in die Hauptstadt Havanna gewesen. Nach etwa einer Stunde Flugzeit habe der Pilot eine "Notsituation" gemeldet. Der Kontakt zum Kontrollturm sei abgebrochen, kurz darauf sei die Propellermaschine in der Region Guasimal in der Provinz Sancti Spiritus im Zentrum der Insel abgestürzt. Zur Unglückszeit legte der Tropensturm "Tomas" in der Region an Stärke zu. Am Donnerstagabend lösten die kubanischen Behörden Alarm aus, weil sich der Sturm der Ostküste der Insel näherte.

Die Zivilluftfahrtbehörde erklärte, das Flugzeug sei bei schlechtem Wetter gestartet. Eine Kommission sei eingesetzt worden, um die Unglücksursache zu klären. Gegen Abend wurden alle Flüge in der Region gestrichen.

Unter den 68 Insassen waren den Behörden zufolge 28 Ausländer. Auf der Passagierliste standen demnach neben den beiden Deutschen auch drei Niederländer und zwei Österreicherinnen. Zudem sollen Passagiere aus Frankreich, Italien, Argentinien und Mexiko an Bord gewesen sein.

Nach Santiago de Cuba reisen viele Touristen, vor allem wegen der Nähe zu den Bergen der Sierra Maestra, dem Rückzugsgebiet der früheren Guerilla von Revolutionsführer Fidel Castro Ende der fünfziger Jahre.

21 Tote bei Absturz in Pakistan

Auch in Pakistan gab es am Freitagmorgen einen Flugzeugabsturz. Keiner der 21 Insassen habe überlebt, teilten die Behörden mit. Beim Absturz der zweimotorigen Maschine in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi seien 17 Passagiere, ein Techniker, ein Wachmann und die beiden Piloten ums Leben gekommen, erklärte ein Sprecher der Zivilluftfahrtbehörde. Die Maschine ist nach Behördenangaben von der italienschen Ölgesellschaft ENI gechartert worden.

Unfallursache bei dem Propellerflugzeug sei der Ausfall eines Motors gewesen, hieß es. Davon habe der Pilot dem Kontrollturm kurz nach dem Abheben berichtet. Ein Armeeoffizier, der Rettungsmaßnahmen und Bergungsarbeiten leitete, sagte, die Maschine sei in Flammen aufgegangen und völlig zerstört worden.

Qantas vermutet Materialfehler als Ursache für Triebwerksbrand

Qantas

Erst am Donnerstag hatte die Turbinenpanne eines A380 für Aufsehen gesorgt. Die Maschine der Fluggesellschaft musste in Singapur notlanden, weil kurz nach dem Start über Westindonesien ein Triebwerk in Brand geraten war. Die 433 Passagiere an Bord blieben unverletzt. Qantas nannte inzwischen einen Materialfehler als mögliche Unglücksursache. Vorstandschef Alan Joyce erklärte am Freitag in Sydney, das Problem liege wohl im Triebwerk und sei nicht auf die Wartung der erst zwei Jahre alten Maschine zurückzuführen. Qantas glaube, es handele sich "wahrscheinlich um einen Materialfehler oder ein Design-Problem".

A380

Die genaue Ursache für den Triebwerksbrand werde aber noch untersucht. Die Passagiere des traten unterdessen am Freitag in zwei Maschinen ihren Flug nach Australien erneut an.

mmq/jdl/dpa/AFP/dapd