Kuh springt in Quickborn durch Küchenfenster - DER SPIEGEL
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Fenstersprung: Die Kuh in der Küche

Foto: DPA/ Polizeidirektion Bad Segeberg

Angriff auf Spiegelbild Kuh springt durch Küchenfenster

"Tierischer Einbruch" in Schleswig-Holstein: Eine ausgebüxte Kuh hat offenbar ihr Spiegelbild in einer Scheibe entdeckt, es für einen Feind gehalten - und ist durch das geschlossene Fenster in ein Wohnhaus gehüpft. Von dort gelang dem Tier erneut die Flucht.
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Quickborn - Mit einem Sprung durch ein Küchenfenster hat eine Kuh in Schleswig-Holstein für Aufregung gesorgt. Außer einer zerbrochenen Scheibe habe das Tier aber keine Schäden angerichtet, sagte eine Sprecherin der Polizei Bad Segeberg. Die Kuh war in Quickborn durch die Doppelglasscheibe eines Einfamilienhauses in die Küche gesprungen. Die Bewohnerin sei nicht zu Hause gewesen, so die Polizeisprecherin.

Die Polizei war von Passanten, die den Sprung durchs Fenster am Donnerstag beobachtet hatten, alarmiert worden. Gegen 14 Uhr schlug der schwarz-weiße Randalierer zu. Zuvor war die Kuh einem Landwirt von der Weide ausgebüxt. Zeugenaussagen zufolge sah das Tier in einer Fensterscheibe sein Spiegelbild, deutete dieses als "realen Feind" und sprang durchs Fenster, heißt es im Polizeibericht.

Von der Küche aus trottete das Tier anschließend ins Wohnzimmer, wo die überraschten Polizisten es vorfanden. Die Beamten riefen einen Tierarzt zu Hilfe, der die Kuh betäuben sollte. Als der Arzt am Einsatzort ankam, hatte es sich die Kuh inzwischen gemütlich gemacht und sich im Wohnzimmer hingelegt. Doch nach zwei Beruhigungsspritzen, mit dem Betäubungsgewehr verabreicht, mobilisierte sie nochmals ihre Kräfte.

Die Kuh büxte wieder aus, gelangte durch eine Tür ins Freie, entwischte dem Landwirt, floh weiter und landete mit einem beherzten Sprung über einen Zaun auf einem benachbarten Grundstück, wie die Polizei schilderte. Dort endlich wirkten die Betäubungsmittel: Die Kuh schlief in einem Gebüsch ein, der Tierarzt versorgte sie. Sie dürfte laut Polizei inzwischen wieder fit sein. Menschen wurden nicht verletzt.

wit/dpa/dapd

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