Kunstfigur Gwyneth: Auf der Suche nach dem echten Ich - DER SPIEGEL
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Kunstfigur Gwyneth Auf der Suche nach dem echten Ich

Miramax-Maskottchen Gwyneth Paltrow kann den Rummel um ihre Person nicht mehr leiden. Darum hat sie sich jetzt vorgenommen, weniger in der Öffentlichkeit zu reden. Das verriet sie ausgerechnet in einem Interview.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Die Leute haben es einfach zu weit getrieben, sind über zu viele Zäune gestiegen, haben zu viele Telefonate abgehört. Ich bin es leid", sagte die Oscar-Preisträgerin ("Shakespeare in Love") der Filmzeitschrift "Cinema".

Ihr sei "im vergangenen Jahr der letzte Fetzen Anonymität verloren gegangen". In der Öffentlichkeit sei sie seit der Oscar-Verleihung 1999 nur noch ein künstliches Wesen. "Die echte Gwyneth" bekämen nur noch ihre Freunde und ihre Familie zu Gesicht.

Sie hasse die Kunstfigur, die in der Presse aus ihr gemacht werde, sagt die 26-Jährige weiter. Darum habe sie sich vorgenommen, jetzt weniger in der Öffentlichkeit zu reden und sich so besser vor dem Medienrummel zu schützen.

In der Realität sei ihr Leben nämlich genauso durcheinander und hart wie das anderer Menschen. Vor ihrer Karriere als Schauspielerin habe sie sich in New York lange genug als Kellnerin durchschlagen müssen, "um zu wissen, dass niemandem Erfolg in die Wiege gelegt wird".