Kuriose Bestattung: Asche zu Munition verarbeitet - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Kuriose Bestattung Asche zu Munition verarbeitet

Auf ungewöhnliche Art erwies eine englische Witwe ihrem verstorbenen Mann die letzte Ehre. Sie ließ aus seiner Asche Patronen herstellen, die seine Jagdfreunde dann verballerten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Die Witwe Joanna Booth war durch ihren Mann selbst auf die kuriose Art der Bestattung gekommen. "Es war nicht gerade sein letzter Wille. Aber ich erinnerte mich, dass er irgendwo gelesen hatte, dass die Asche von jemandem in Patronen gefüllt worden war, und er das sehr lustig fand", sagte sie gegenüber dem "Daily Telegraph".

Die Caledonian Cartridge Company stellte insgesamt 275 Patronen aus den Überresten des vor zwei Jahren an einer Lebensmittelvergiftung verstorbenen Waffenliebhabers her.

Gesegnet wurde die Munition von Pfarrer Alistair Donald. "Es war ein ganz normales Verstreuen von Asche mit ein paar Worten und Gebeten. Schließlich hat er sich sein ganzes Leben lang für Ballistik interessiert", sagte der Geistliche. James Booth hatte als Spezialist für alte Waffen für das Londoner Auktionshaus Sotheby's gearbeitet.

Die Patronen wurden bei einer Jagdgesellschaft in Schottland von 20 engen Freunden des Verstorbenen verschossen. Mit den Kugeln erlegten sie 70 Rebhühner, 23 Fasane, sieben Enten und einen Fuchs.