"Kursk": Bergungsaktion macht Fortschritte - DER SPIEGEL
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"Kursk" Bergungsaktion macht Fortschritte

Hoher Seegang hatte immer wieder die Bergungsarbeiten verzögert. Jetzt aber sind Spezialtaucher zum Wrack des verunglückten russischen Atom-U-Bootes "Kursk" abgetaucht.
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Moskau - Wie Marinesprecher Igod Dygalo der Agentur Interfax sagte, wurde die Kapsel mit zwei russischen und einem britischen Taucher von Bord des Spezialschiffes "Majo" aus in 100 Meter Tiefe in der Nacht hinuntergelassen worden.

"Die russischen Taucher markierten Punkte für Löcher an der Außenhaut des Wracks, an denen später Stahlseile zur Bergung des Wracks befestigt werden sollen. Ihr britischer Kollege blieb während des Einsatzes zur Sicherung in der Tauchkapsel am U-Boot", sagte Dygalo.

Eine zweite Gruppe wird am Wrack Ausrüstungen zum Ausschneiden von insgesamt 26 Löchern installieren. Die Löcher werden dann mit einem millimeterdünnen Wasser-Abrasiv-Strahl bei einem Druck von 1500 Atü gebohrt. Das Ausschneiden eines Loches wird etwa eine Stunde Zeit in Anspruch nehmen.

Eine dritte Gruppe, deren Einsatz für späten Samstagmittag geplant war, sollte Punkte für Löcher an der Außenhülle der dritten, der vierten und der fünften Sektion markieren. Eine vierte Mannschaft wird ähnliche Arbeiten im Raum der siebten und der achten Sektion durchführen.

Die "Kursk" war am 12. August letzten Jahres nach der mutmaßlichen Explosion eines bordeigenen Torpedos mit 118 Mann Besatzung in der Barentssee gesunken. Anfang November letzten Jahres waren bereits 12 Leichen aus dem hinteren Teil des U-Bootes geborgen worden. Einige der Seeleute hatten das Unglück noch mehrere Stunden überlebt, bis der Luftvorrat aufgebraucht war.