"Kursk": Suche nach radioaktiver Strahlung - DER SPIEGEL
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"Kursk" Suche nach radioaktiver Strahlung

Sind die Atomreaktoren auf der "Kursk" noch intakt? Am Wrack des zerstörten Atom-U-Bootes haben Spezialisten mit den Arbeiten zur Messung radioaktiver Strahlung begonnen.
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Moskau - In die Außenhaut der sechsten U-Boot-Kammer, in der sich die beiden Atomreaktoren befinden, seien Löcher gebohrt worden, um Luft- oder Wasserproben zu entnehmen, sagte der Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow, der seit Dienstag die "Kursk" von außen untersucht.

Sollten im Rumpf keine erhöhten Strahlungswerte gemessen werden, betreten Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft und Marineexperten das U-Boot und machen erste Gutachten über den Zustand des Wracks. Gleichzeitig wird das Schwimmdock angehoben, um den Wasserstand an der "Kursk" abzusenken.

Außerdem haben die Militärexperten angefangen, sich auf das Ausladen der Munition von der "Kursk" vorzubereiten, meldete die Agentur Interfax. Alle möglichen Vorfälle sind in die Planung miteinbezogen worden, hieß es.

Gerichtsmediziner sollen die Überreste der 106 Besatzungsmitglieder bergen. Niemand an Bord hatte die Katastrophe am 12. August 2000 überlebt. Die russische Marine erhofft sich durch die Untersuchungen Aufschluss über die Ursache des Unfalls in der Barentssee.

Die Hilfe kam zu spät

In einem Interview der russischen Nachrichtenagentur Interfax sagte ein Mitarbeiter der staatlichen Kommission, die mit der Untersuchung der Katastrophe betraut wurde, "niemand könnte sich das ganze Ausmaß der Tragödie vorstellen". Deshalb waren die Versuche, die Seeleute zu retten, zu spät gekommen, sagte der Abgeordnete, der anonym bleiben wollte.

Die "Wiedergeburt und die Entwicklung der Such- und Rettungsmittel in Russland" sei daher die dringlichste Aufgabe der Regierung. Im Zusammenhang mit der Ursache des Unglücks sprach das Mitglied der Kommission von der "Notwendigkeit der Wahrheit, egal wie unannehmbar diese sein wird".