kurz & krass Bock auf Reh
Schaf Changmao und Reh Chunzi: Eine Liebesgeschichte aus China
Foto: STR/ AFPEin Mann steigt in ein Auto und fährt davon - dumm nur, dass es nicht seines ist. In Madrid spezialisiert sich ein Serienräuber auf eine seltsame Beute, in China lieben sich Schafbock und Reh. Und in Gernsheim rennt eine Kuh einen Polizisten um. Die kuriosesten Kurzmeldungen der Woche. Klicken Sie sich durch:
Kommt ein Fernseher geflogen
Apolda - Eine Fernbedienung hat eine Frau in Apolda (Thüringen) als Müllsünderin überführt. Die 36-Jährige hatte ihren Fernseher durch das Fenster ihrer im zweiten Stock gelegenen Wohnung geworfen. Das Gerät zerschellte auf dem Gehweg der Hauptverkehrsstraße. Als die von einem anonymen Anrufer alarmierte Polizei die Frau zur Rede stellte, gab sie sich unwissend. Pech für sie: Die Beamten entdeckten die passende Fernbedienung auf einem Tisch. Die Frau muss mit einer Anzeige wegen illegaler Müllentsorgung rechnen. Nicht geklärt werden konnte laut Polizei, ob Frust über das Fernsehprogramm die Ursache für den Fensterwurf war.
Der außergewöhnliche Fuhrpark eines Räubers
Madrid - Mindestens 3000 Einkaufswagen soll ein Spanier binnen eines Jahres gestohlen haben, bevor die Polizei ihn in Madrid festnahm. Der 37-Jährige habe die Einkaufswagen in mehreren Selbstbedienungsläden im Süden der Stadt gestohlen und an einen Schrotthandel weiterverkauft, berichtete die Zeitung "El País". Die Besitzerin und ein Mitarbeiter des Schrotthandels seien auch verhaftet worden.
Ein Einkaufswagen wiege etwa zwölf Kilo, jedes Kilo Altmetall bringe beim Schrotthändler drei bis vier Euro, hieß es. Die Ermittler bezifferten den gesamten Hehlerwert der gestohlenen Einkaufswagen auf deutlich mehr als 100.000 Euro.
Die Polizei hatte eine Ermittlung eingeleitet, nachdem mehrere Einkaufszentren sich über den ständigen Diebstahl von Einkaufswagen beklagt hatten. Mit einem GPS gelang es der Polizei, dem Dieb auf die Spur zu kommen. In einem Lieferwagen entdeckte sie mehrere für den Verkauf bereitstehende Einkaufswagen.
Vogelstrauß verbringt Nacht in Garage
Witten - Ein freilaufender Strauß hat in Witten für Wirbel gesorgt. Ein 61 Jahre alter Mann sah den Laufvogel nachts auf der Straße und alarmierte die Polizei. Der Mann hielt den Vogel zunächst in einem Vorgarten in Schach und quartierte ihn dann mit Unterstützung von Einsatzkräften kurzerhand in seiner Garage ein, wie die Polizei mitteilte.
Am Montagmorgen meldete sich die Besitzerin des Tieres. Wie sich herausstellte, hatte der Strauß das Weite gesucht, weil ein Fuchs in seinen Stall eingedrungen war. Die Nacht in der sicheren Garage habe das Tier sichtlich genossen, sagte ein Polizeisprecher.
Paar prügelt sich auf eigener Hochzeit
Prag - Eine Hochzeitsfeier hat in Tschechien mit einer Prügelei des Brautpaars geendet. Braut und Bräutigam gerieten vor einem Restaurant in Havlickuv Brod südöstlich von Prag in einen Streit und schlugen aufeinander ein, wie eine Polizeisprecherin sagte. Beide seien betrunken gewesen und hätten Blutergüsse erlitten. Die 31 Jahre alte Braut, die einen Atemalkoholtest verweigerte, wurde schließlich in die Ausnüchterungszelle gesteckt, "weil die Beamten befürchteten, sie könnte ihren Ehemann weiter angreifen", sagte die Sprecherin. Dem Paar droht ein Bußgeld.
Schafbock und Reh haben sich gefunden
Peking - Eine Liebesbeziehung zwischen einem Schafbock und einem Reh macht derzeit in China Schlagzeilen. Die Romanze entwickelte sich im Tierpark von Kunming in der südwestlichen Provinz Yunnan, wo Rehe und Schafe ein Gehege teilen, wie die chinesische "Global Times" berichtete. Widder Changmao habe offenbar sein Herz für die Ricke Chunzi entdeckt und paare sich nun regelmäßig mit dem Reh. Der Schafbock versuche sogar, sich komplett in die Reh-Herde zu integrieren und sich dort eine Stellung als dominantes Männchen zu erkämpfen, wie die Tierpfleger beobachteten.
Der Tierpark rief die Internetnutzer nun in seinem Blog dazu auf, ihre Meinung dazu abgegeben, ob das ungewöhnliche Paar getrennt werden muss oder weiter zusammenleben darf.
Fachmann für Löschtechnik löst Feuerwehreinsatz aus
Berlin - Wegen falsch durchgeführter Wartungsarbeiten hat ein Mitarbeiter einer Löschtechnikfirma einen Wasserrohrbruch ausgelöst. Bei der Überprüfung einer Löschanlage in der Berliner Reinhardtstraße habe er den Wasseranschluss an einem Hydranten falsch bedient und einen Überdruck in der Leitung ausgelöst, teilte die Feuerwehr mit. Minutenlang schossen bis zu 15.000 Liter Wasser in einer großen Fontäne aus dem Boden und unterspülten den umliegenden Gehweg.
Die Mitarbeiter der Löschtechnikfirma alarmierten die Feuerwehr. Sechs Einsatzkräfte brachten die Fontäne wieder unter Kontrolle. Es entstand eine geschätzter Sachschaden von knapp 1000 Euro.
Schmuggler mit weihnachtlicher Ware gefasst
Weil am Rhein - Mit einer Verfolgungsjagd hat der deutsche Zoll bei Weil am Rhein einen Weihnachtskarten-Schmuggler aus der Schweiz gestellt. Der 49-jährige Mann sei mit 12.000 unverzollten Weihnachtskarten über die deutsche Grenze gebraust, teilte die Behörde mit. Jetzt werde gegen ihn wegen Steuerhinterziehung ermittelt.
Zwar redete sich der Mann zunächst damit heraus, bei den Karten im Wert von 3800 Euro handele es sich nur um Muster. Dann belegte jedoch eine Rechnung ihren tatsächlichen Wert. Einfuhrabgaben und das hinterlegte Geld als Sicherheit für die zu erwartende Strafe kosteten den Schmuggler insgesamt 1400 Euro.
Kuh rennt Polizisten um
Gernsheim - Eine ausgebüxte Kuh hat die Polizei im südhessischen Gernsheim über Stunden auf Trab gehalten. Das Tier war zunächst aus seinem Stall nahe Maria-Einsiedel ausgebrochen. Während ihrer Flucht übersprang die Kuh eine Leitplanke, überquerte eine Bundesstraße, umkurvte mehrere quer stehende Streifenwagen und setzte sich schließlich über ein freies Feld in Richtung eines Wohngebiets ab.
Als das Tier in einer Garage Zuflucht suchte und dort von einem Polizisten durch das Schließen der Garagentür festgesetzt werden sollte, rannte die Kuh den Beamten einfach um, wobei dieser leicht verletzt wurde. Ihr Ausflug endete schließlich auf dem Gelände einer Schreinerei, wo ein Tierarzt die Kuh erst nach dem zehnten Betäubungspfeil beruhigen und abtransportieren konnte.
Radfahrer mit Tempo 70 geblitzt
Paris - Eine Gruppe von Radfahrern ist auf einer Gefällestrecke mit Tempolimit 70 in der Bretagne geblitzt worden - die Radler bestreiten dagegen energisch, so schnell gefahren zu sein. "Auch mit dem stärksten Rückenwind hätten wir das nicht geschafft", sagte einer der Fahrer nach Angaben der Regionalzeitung "Ouest-France" in Saint-Brieuc.
Die Radarfalle schoss von den 20 Sportlern drei Fotos. Nach der französischen Straßenverkehrsordnung dürfen Fahrzeuge ohne Motor allerdings straflos so schnell rasen, wie sie können. Die Radler haben die Polizei informiert, dass das Aufzeichnungsgerät wohl reparaturbedürftig sei.
Mann steigt in falsches Auto und fährt davon
Ensdorf - Weil er das falsche Auto nahm, hat ein 71 Jahre alter Mechaniker im saarländischen Ensdorf für mächtig Verwirrung gesorgt. Zunächst hatte ein anderer Fahrer sein Auto als gestohlen gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Er gab an, dass der Wagen unverschlossen mit steckendem Schlüssel vor einer Bäckerei gestanden habe. Die Beamten fanden am Tatort ein farb- und fast typgleiches Fahrzeug - ebenfalls unverschlossen - und wurden stutzig.
Des Rätsels Lösung: Der Werkstattmitarbeiter war mit dem Auto einer Kundin zum Brötchenholen gefahren und nach dem Einkauf in den falschen Wagen gestiegen. Der 71-Jährige war laut Polizei zwar erstaunt gewesen, plötzlich in einem schmutzigeren Auto mit zwei Zündschlüsseln zu sitzen. Er habe sich aber nichts gedacht und sei losgefahren. Die Autos seien zurückgetauscht worden, berichtete die Polizei.