kurz & krass gemeldet Wie ein Schlüpfer-Mopser aufflog
Menschen in Unterwäsche: Köder im Keller verteilt
Foto: A2800 epa Andy Rain/ dpaHamburg - Jahrelang stiehlt ein Schwabe Damenschlüpfer aus einem Gemeinschaftskeller, während ein Thüringer mit fünf Promille Alkohol im Blut noch Ausflüge machen will. In Teheran verordnet derweil die Regierung religiös-opportune Herrenhaarschnitte: SPIEGEL ONLINE präsentiert die krassesten Kurzmeldungen der vergangenen Woche. Klicken Sie's durch:
Mann stiehlt 150 Schlüpfer
Bad Herrenalb - Auf eine stattliche Sammlung von 150 Damenschlüpfern hat es ein Dieb im baden-württembergischen Bad Herrenalb (Kreis Calw) gebracht. Der 51-Jährige stahl nach Polizeiangaben die Kleidungsstücke über zwei Jahre aus einem frei zugänglichen Waschraum eines Mehrfamilienhauses. Zunächst dachte eine 36-Jährige, ihre Waschmaschine verschlucke die Unterhosen. "Jedoch dauerte es nicht lange und schon wieder musste sie einen Verlust eines edlen Damenschlüpfers hinnehmen", teilte die Polizei mit. Als es ihr schließlich zu bunt wurde, stellte sie mit einer Videokamera eine Falle und verteilte mehrere "Köder" im Keller. Kurz danach schlug der Wäschedieb erneut zu. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei dann die Schlüpfersammlung.
jdl/dpa
Mann hat fünf Promille Alkohol im Blut
Saalfeld - Mit fünf Promille hat ein betrunkener 26-Jähriger in Thüringen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der junge Mann war am Sonntag vom Notarzt in die Klinik in Saalfeld gebracht worden. Doch dort gefiel es ihm offensichtlich nicht. Als er auf eine andere Station verlegt werden sollte, wollte er flüchten. Darauf rief das Klinikpersonal die Polizei, wie ein Sprecher der Thüringen-Kliniken sagte. Doch zu Widerstand war der 26-Jährige gar nicht mehr in der Lage. Fünf Promille Alkohol wären für viele Menschen tödlich, hieß es. Bei dem Mann handelte es sich wohl um einen starken Gewohnheitstrinker.
jdl/dpa
Haarschnitte für gläubige Muslime
Teheran - Das iranische Kulturministerium entwickelt Modegeschmack: Wie mehrere Nachrichtenagenturen berichteten, segnete das Ministerium eine Reihe von Haarschnitten für Männer als "islamisch korrekt" ab. Fotos aus der "Fachzeitschrift für anerkannte islamische Frisuren" zeigen demnach meist glattrasierte Models mit kurzem Haar, einige mit Gelfrisuren - aber nie mit Pferdeschwänzen. Die neuen Schnitte sollen auf dem bevorstehenden "Festival für Sittsamkeit und Schleier" vorgestellt werden, für später ist ein Katalog geplant.
Alle Frisurenvorschläge seien auf die "Hautfarbe des typischen iranischen Mannes, seine Kultur und Religion sowie auf das Islamische Gesetz abgestimmt", betonte Dschaleh Chodajar, die das Festival organisiert und auch an der Entwicklung der Haarschnitte beteiligt war. Sie fügte hinzu, sie sei "sehr froh, dass die Regierung uns beim Entwerfen der neuen Frisuren unterstützt hat".
jdl/AFP
Polizei jagt 20 Wildschweine
Eisenach - Eine Horde Wildschweine hat die Polizei in Eisenach auf Trab gehalten. Mindestens 20 Tiere hatten sich in einem Bachlauf mitten in der Stadt gesuhlt. Aufgeschreckte Bürger alarmierten die Polizei, die sofort zur Jagd blies, wie ein Sprecher mitteilte. Die Rotte erkannte aber den Ernst der Lage und flüchtete vor den Beamten.
Nach einer Hatz über die Straßen von Eisenach retteten sich die Tiere in einen angrenzenden Wald. Zwei von ihnen rannten in ihrer Panik gegen einen Zaun und blieben mit den Köpfen hängen. Unter den Augen vieler Schaulustiger konnten sie sich wieder befreien. Weitere Exemplare wurden vor einem Supermarkt und auf dem Gelände der Polizei gesichtet.
Acht Beamte waren im Einsatz. Den Angaben zufolge wurde noch Verstärkung aus Gotha angefordert, die jedoch zu spät eintraf. Aufgrund der trockenen Witterung hätten die Tiere Wasser und auch Abkühlung im Bachlauf gesucht, mutmaßte der Polizeisprecher. Er schloss nicht aus, dass die Bürger in den kommenden Tagen erneut Wildschweinen in der Innenstadt begegnen werden.
jdl/ddp
Diebe klauen Faultier
Plauen - Ein ungewöhnlicher Tierdiebstahl beschäftigt die Polizei im sächsischen Plauen. Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag aus einem Privatgehege ein männliches Zweifingerfaultier gestohlen. Das Tier habe einen Wert von mehreren tausend Euro, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das ebenfalls in dem Gehege lebende Faultier-Weibchen nahmen die Diebe nicht mit.
Zweifingerfaultiere stammen aus den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Durch die Abholzung der Wälder dort ist ihr Lebensraum bedroht, zudem werden sie wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches gejagt. Die Tiere, die nur zwei Zehen an den Vorderfüßen haben, ernähren sich von Früchten, Blättern und Insekten.
jdl/ddp