Zoologischer Notfall: Liebe Liger, mutterlos
kurz & krass Hündin spielt Ersatzmama für kleine Liger
Hamburg - Weil Mutter Tiger keinen Bock auf Verantwortung hat, müssen zwei kleine Liger in China mit einer Hundemama klarkommen. In der Ukraine ersinnt ein Lehrer einen perfiden Racheplan für verhasste Schüler, in Deutschland führen Spinnen die Polizei auf die Spur von Dealern.
Die skurrilsten Kurzmeldungen der Woche. Klicken Sie's durch:
Hund ernährt kleine Liger
Rongcheng City - Vier Tierjunge haben in einem chinesischen Zoo eine ungewöhnliche Ersatzmama gefunden: Weil ihre Mutter sie nicht angenommen hat, sorgt sich nun ein Hund um den seltenen Nachwuchs. Die Jungen haben einen Löwen als Vater und einen Tiger als Mutter und werden deshalb als Liger bezeichnet. Nach Angaben des Zoos hatte die leibliche Mutter die vier Jungen wenige Tage gefüttert und sie dann aus unbekannten Gründen verlassen. Zwei der Jungen seien an Schwäche gestorben. Die zwei überlebenden Liger hätten zunächst Schwierigkeiten gehabt, die Milch der Hündin zu trinken, hätten sich inzwischen aber daran gewöhnt.
Lkw demoliert 13 Fahrzeuge
Berlin - Ein Lkw hat bei einem Wendemanöver 13 Fahrzeuge beschädigt. Nach Angaben der Polizei hatte der 43-jährige Fahrer des Lastwagens beim Wenden einen fahrenden Lkw übersehen. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, wich dessen 48-jähriger Fahrer aus, wobei sein Lkw außer Kontrolle geriet und zwölf geparkte Autos zusammenschob. Durch die Wucht des Aufpralls kollidierte eines der Autos mit einer Straßenlaterne, die aus der Verankerung gerissen wurde und durch die Feuerwehr abgesägt werden musste. Der 48-Jährige wurde mit leichten Verletzungen ambulant in einem Krankenhaus behandelt.
Lehrer sperrt früheren Schüler in Brunnen
Kiew - Hinterhältige Rache: Weil er sich von einem früheren Schüler beleidigt fühlte, hat ein Lehrer in der Ukraine den Teenager in einen Brunnen gelockt und seine Notdurft auf ihn verrichtet. Der 25-Jährige hatte dem Jungen erzählt, in dem Brunnen im Gebiet Winniza sei ein Schatz versteckt. Als der Teenager hinunter kletterte, um nach dem angeblichen Gold zu suchen, zog der Lehrer das Seil wieder ein. "Verrecke", rief der Mann laut Medienberichten. Erst nach einiger Zeit ließ er den Jugendlichen wieder frei. Trotz Morddrohungen informierte das gedemütigte Opfer die Polizei. Dem Lehrer drohen nun bis zu fünf Jahre Haft.
Spinne wird Kleindealern zum Verhängnis
Jülich - Eine Spinne hat die Polizei auf die Spur von zwei Kleindealern gebracht. Das Tier löste in der Nacht einen Fehlalarm in einer Bank aus. Eine Streifenwagenbesatzung fuhr zur Bank und gab bald Entwarnung. Dafür interessierten sich die Polizisten für die beiden Männer, die sich in der Nähe des Geldinstituts aufhielten. Sie hatten zwar mit dem Alarm nichts zu tun, kamen den Beamten aber dennoch verdächtig vor. Tatsächlich wurden in ihrem Auto Rauschgift und Utensilien für den Drogenhandel aufgefunden. Die Männer wurden vorläufig festgenommen.
Mutter enttarnt eigenen Sohn als Bankräuber
Fulda - Ausgerechnet durch seine eigene Mutter ist ein geständiger Bankräuber in Fulda überführt worden. Beim Überfall des nun vor Gericht stehenden Mannes auf eine Sparkasse im September 2010 war eine Farbpatrone geplatzt, die in der Bank zu den Geldscheinen gelegt worden war. Zwar konnte der Räuber insgesamt 70.000 Euro erbeuten - das rotgefärbte Geld war aber wertlos. Die Mutter des Mannes sah das offensichtlich anders: Sie zahlte einen Teil der Beute drei Monate nach dem bewaffneten Raub bei einer Bank ein und führte die Polizei so auf die Spur des 27-Jährigen. Zum Prozessauftakt gestand der Mann die Tat.
Kittchen statt Klassenfahrt
Mönchengladbach - Vor den Augen einer Schulklasse, die samt reichlich Gepäck auf Klassenfahrt gehen wollte, hat die Polizei in Mönchengladbach den Busfahrer verhaftet. Die Polizisten sollten den Bus auf technische Mängel überprüfen. Ergebnis: "Der Bus war in Ordnung, der Fahrer nicht", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Der 41-Jährige wurde mit Haftbefehl gesucht - er muss wegen Betrugs für 25 Tage ins Kittchen. Die Lehrer wechselten flugs das Verkehrsmittel: Statt mit dem fahrerlosen Bus ging es mit der Bahn in die Niederlande.
Mann klaut Auto mit Kindern
Abu Dhabi - Ein Mann hat im Golfemirat Scharjah vor einem Einkaufszentrum ein Auto gestohlen - und erst unterwegs bemerkt, dass zwei Kinder auf dem Rücksitz schliefen. Die beiden Jungen wachten erst auf, als der Dieb schon über alle Berge war. Wie lokale Medien am Donnerstag berichteten, hatte der Vater der beiden Jungen den Motor angelassen, um die Klimaanlage des Fahrzeugs am Laufen zu halten. Dann war er einkaufen gegangen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten herrschen im Moment Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius.
Der Dieb sah das Auto mit dem laufenden Motor, schwang sich auf den Fahrersitz und brauste los. Erst später warf er wohl einen Blick auf den Rücksitz und sah die schlafenden Kinder. Dann muss ihn Mitleid oder Panik erfasst haben, mutmaßten die Ermittler. Jedenfalls ließ er den Wagen mit den immer noch schlafenden Jungen in der Nähe des Einkaufszentrums stehen. Als der Vater vom Shopping zurückkehrte und sah, dass Auto und Kinder verschwunden waren, begann eine Suche, die schnell zum Auto führte. Dann erst wachten die Kinder auf.