kurz & krass Kollege Geier, übernehmen Sie
Niedersächsischer Polizeigeier: Suche nach Leichengeruch
Foto: Holger Hollemann/ dpaHamburg - Wo Leichen liegen, sind Geier nicht weit: Die niedersächsische Polizei setzt bei der Suche nach Vermissten auf tierische Hilfe. Ein Mann verliert beim Striptease die Übersicht. Und Dreijährige erweisen sich als Bruchpiloten. Die skurrilsten Kurzmeldungen der Woche. Klicken Sie's durch:
Geier auf Leichensuche
Walsrode - Die niedersächsische Polizei setzt auf ein neues Konzept zur Vermisstensuche. Danach sollen künftig auf menschlichen Aasgeruch konditionierte Geier in großflächigen Gebieten Leichen aufspüren, teilte die niedersächsische Polizei mit. Im Weltvogelpark Walsrode wird Truthahngeier "Sherlock" bereits seit fünf Jahren von Vogelpark-Ranger German Alonso auf diese Aufgabe vorbereitet. Mittlerweile finde das Tier schon sehr präzise mit menschlichem Leichengeruch präparierte Stofffetzen, so die Ermittler.
Verstärkung bekam "Sherlock" inzwischen von "Miss Marple" und "Columbo", die vor zwei Jahren als Truthahngeierküken eigens aus Österreich importiert worden waren. Eine echte Leiche fanden die Geier bislang allerdings noch nicht. Ein großes Problem ist die starke Ortsverbundenheit der Tiere. Um sie in den Polizeidienst zu übernehmen, muss man sie auch für unbekanntes Terrain konditionieren.
It's raining money
Rio de Janeiro - Mit einem Geldregen im wörtlichen Sinn hat ein brasilianischer Fernsehsender im Zentrum von Rio de Janeiro für Aufsehen gesorgt. Der Sender Record ließ Tausende Geldscheine regnen, um für eine Telenovela zu werben. Er spielte mit der Aktion auf eine Folge an, in der Figuren aus der Serie beim Lotto 200.000 Real (knapp 90.000 Euro) gewonnen hatten. "Die Idee war, diesen Preis für die Bewohner von Rio zu materialisieren", sagte Record-Marketingchef Tomaz Neves der Zeitung "O Dia".
Laut Neves wurden bei der Werbeaktion 64.000 Real unter das Volk gebracht. Sie waren auf einer Geschäftsstraße von Rio de Janeiro in Form von Scheinen im Wert von zwei, fünf, zehn, 20, 50 und 100 Real zusammen mit Spielzeuggeld vom Himmel gefallen. Von einem Hubschrauber aus filmte ein Record-Team die Reaktionen der Passanten, die sich auf das herabsegelnde Geld stürzten.
Wieviel Uhr ist es? Wau!
St. Helens - Nur das Beste für Terrier Smike: Die Besitzerin des Hundes in England hat ihrem Liebling ein Halsband mit einer eingebauten Rolex-Uhr im Wert von 2500 Pfund gekauft. Die 30-Jährige beschenkte ihren Hund zu dessen Geburtstag, berichtet die englische Boulevardzeitung "Sun". "Es ist das ultimative Accessoire", zitiert die Zeitung Designerin Alison Jones.
Krokodil springt in Fischerboot
Perth - Ein australischer Zahnarzt hat beim Angeln die Zähne eines großen Salzwasserkrokodils zu spüren bekommen. Das Reptil sei plötzlich in sein Boot gesprungen und habe den Mann in die Schulter gebissen, berichtete die Tageszeitung "The West Australian". "Ich bin aufgesprungen und habe dem Tier mit meinem Ellenbogen einen Schlag auf die Kehle versetzt", sagte das Opfer. Einen zweiten Angriff wehrten er und sein Begleiter mit Ruderschlägen ab. Der Zahnarzt gab an, er habe in dem Gebiet schon häufig Krokodile gesehen, sie hätten jedoch niemals angegriffen.
Streit über Hundehaufen eskaliert
Erfurt - Im Streit über die Beseitigung von Hundehaufen hat ein 70-jähriger Mann in Erfurt mit einem Regenschirm einen 34-jährigen Hundehalter angegriffen. Der Rentner hatte den Mann, der seine zwei Hunde ausführte, angesprochen und auf die häufigen Hinterlassenschaften der Tiere hingewiesen, teilte die Polizei mit. Der Hundehalter bestritt, dass der Kot von seinen Tieren stamme. Im Streit schlug der 70-Jährige mit seinem Schirm zu. Gegen ihn wurde Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstattet. Der Hundehalter wurde leicht verletzt.
Blind beim Striptease
Eschweiler - Nach einem folgenschweren Missverständnis bei einer Striptease-Show musste ein Mann in Eschweiler ärztlich versorgt werden. Der Gast machte bei der Show mehrerer professioneller Tänzerinnen in einer Kneipe mit und legte sich mit dem Rücken auf die Bühne. Eine Tänzerin setzte sich auf sein Gesicht, und der Mann geriet in Atemnot.
Den Versuch, das Gesäß von seinem Gesicht zu schieben, interpretierte die Frau als Grapscherei. Die Tänzerin ergriff eine Wodkaflasche und schlug damit mehrmals gegen den Kopf des Gastes. Anschließend verschwand sie. Der Mann erlitt Prellungen, die ärztlich versorgt werden mussten. Beschreiben konnte der Mann die Täterin nicht. Auf das Gesicht der Stripperin habe er sich nicht konzentrieren können.
Dreijähriger Autofahrer als ungebetener Zaungast
Zwickau - Mit dem Auto der Familie hat sich ein Dreijähriger in Zwickau selbstständig gemacht. Der Junge hatte seinem schlafenden Vater den Autoschlüssel stibitzt, sich hinter das Steuer das Wagens gesetzt und die Handbremse gelöst, berichtete die Polizei. Das Fahrzeug habe sich auf abschüssiger Strecke in Bewegung gesetzt, eine Straße überquert und schließlich die Zäune von zwei Grundstücken durchbrochen. Der Dreijährige wurde vorsorglich von einem Arzt untersucht, überstand seinen Ausflug jedoch unversehrt. Es entstand ein Schaden von rund 5500 Euro.
Steppke setzt Auto gegen Laterne
Aalen - Ein Dreijähriger hat in Aalen das Auto seiner Eltern zum Objekt seines Technikinteresses gemacht. Der Junge spielte an der Gangschaltung, während seine Eltern noch einstiegen, so die Polizei. Darauf rollte das Auto zunächst gegen eine Mauer und dann gegen eine Laterne, die wiederum auf eine andere Mauer fiel. Der kleine Autofahrer blieb ebenso wie seine Eltern unverletzt, der Sachschaden beträgt rund 7500 Euro.