kurz & krass: Lieferservice - Pythons frei Haus - DER SPIEGEL
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kurz & krass Lieferservice - Pythons frei Haus

Junge Königspythons: Überraschung am Hauseingang
Junge Königspythons: Überraschung am Hauseingang

Junge Königspythons: Überraschung am Hauseingang

Foto: dapd
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Ein hochwirksamer Diebstahlschutz ist das Verschlucken von Geldscheinen. Wer ein Menschenleben rettet, erntet dafür wenig Dank, wenn der Gerettete sich umbringen wollte. Auch ein kräftiger Alligator als Wachtier kann nicht verhindern, dass illegale Plantagen entdeckt werden. Klicken Sie's durch:

Unbekannter verschenkt Königspythons

Siegen - Besuch aus der Reptilienwelt: Unbekannte haben eine Tasche mit zwei Königspythons an die Tür eines Wohnhauses in Siegen gehängt. Beim Eintreffen der von Zeugen alarmierten Polizei war eine der Schlangen bereits aus der Stofftasche ausgebüxt und lag vor der Haustür.

Ermittlungen ergaben, dass keiner der Hausbewohner etwas mit den Schlangen zu tun hatte. Ein 54-jähriger Mieter sagte, er habe bis zum Ende vergangenen Jahres Chamäleons in Terrarien gehalten. Diese seien auch von außen zu sehen gewesen.

Womöglich hatte deshalb jemand den Beutel mit den ein und anderthalb Meter langen Schlangen gezielt an diesem Haus deponiert, damit sich der vermeintliche Reptilien-Spezialist um die Würgeschlangen kümmert.

Die Königspythons werden nun zunächst in einer Tierarztpraxis betreut. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz.

Mann verspeist 145 Euro

Erfurt - Lieber Geld essen, als es sich rauben zu lassen - das scheint sich ein 37-jähriger Mann in Erfurt gedacht zu haben. Damit ein Dieb nicht an sein Geld kommt, verschluckte er Geldscheine im Wert von 145 Euro. Nach Polizeiangaben steckte er einen 100-, einen 20-, zwei 10- und einen 5-Euro-Schein in den Mund, statt sie dem 28 Jahre alten Täter zu geben. Daraufhin schlug ihn der andere und nahm ihm Handy und Personalausweis weg.

Das Opfer musste mit Rippenfraktur und Hautabschürfungen im Klinikum behandelt werden. "Durch einen ärztlichen Eingriff wurde das Geld wieder zutage gefördert", hieß es im Polizeibericht. Gegen den 28-Jährigen ermittelt die Polizei wegen Raubes.

Achtbeiniger Mitfahrer sorgt für Verkehrsunfall

Ismaning - Eine kleine Spinne hat eine Autofahrerin mit Arachnophobie nahe Ismaning bei München im Graben landen lassen. Die 20-Jährige bemerkte das Tier auf ihrem Lenkrad. Beim Versuch, den Krabbler zu entfernen, kam sie mit ihrem Wagen von der Straße ab. Das Auto geriet in den Graben, überschlug sich und kam auf den Rädern zum Stehen. Die Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, kam aber mit leichten Verletzungen davon. Ob die Spinne den Unfall überstand, blieb unklar.

Lebensmüder bewirft seinen Retter mit Steinen

Istanbul - Aus Wut über seine Rettung hat ein Selbstmordkandidat in der Türkei jenen Mann attackiert, der ihn vor dem Tod bewahrte. Murat Örs, Zugführer eines Nahverkehrszuges zwischen Adana und Mersin im Süden der Türkei, hatte eine auf den Gleisen ausgestreckte Person gesehen und den Zug gestoppt, wie türkische Medien meldeten.

Örs stieg aus und ging auf den auf den Gleisen liegenden jungen Mann zu, weil er annahm, dieser sei verletzt oder ohnmächtig. In diesem Moment sprang der Lebensmüde auf, bewarf Örs mit Steinen und rief: "Warum hast du angehalten?"

Die Zugpassagiere brachten den von einem Stein am Kopf getroffenen Zugführer ins nächste Krankenhaus, wo er ambulant behandelt wurde. Der wütende Selbstmordkandidat machte sich unterdessen aus dem Staub.

Einigen Zeitungsmeldungen zufolge hatte sich der junge Mann kurz zuvor in einem Wohnviertel in der Nähe eine Pistole an die Schläfe gesetzt; Passanten hätten ihn vom Selbstmord abgehalten. Danach habe er sich offenbar auf die Schienen gelegt, wo sein Freitod aber erneut verhindert wurde. Nun wird er von der Polizei wegen Körperverletzung gesucht.

Alligator bewacht Marihuana-Plantage

Los Angeles - Einen besonderen Schutz hatte sich der Besitzer einer Marihuana-Plantage in der Umgebung von Los Angeles ausgesucht: einen 1,20 Meter langen Alligator. Es nutzte nichts. Kalifornische Drogenfahnder entdeckten die Plantage mit ihren rund 2300 Pflanzen, die einen Wert von 1,5 Millionen Dollar (1,1 Millionen Euro) gehabt hätten. Der 25 Kilogramm schwere Alligator wurde an ein Naturschutzreservat für exotische Tiere übergeben.

Fahrer auf Drogen flüchtet vor Polizisten

Berlin - Er würgte beim Anfahren sein Auto ab und machte einen apathischen Eindruck: Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg wurden Zivilbeamte der Polizei auf einen Autofahrer aufmerksam. Als einer der Beamten an das Fahrzeug herantrat, drückte der 48-Jährige aufs Gaspedal und raste davon.

Kurz darauf entdeckten Polizisten den geparkten Wagen. Der Fahrer versuchte zu Fuß zu flüchten, wurde aber gestellt.

Da er sich zunächst gegen seine Festnahme wehrte, legten die Beamten dem Mann Handfesseln an. Er räumte in seiner Befragung ein, Drogen eingenommen zu haben. Auf ihn warten jetzt Ermittlungsverfahren wegen Fahrens unter Drogeneinfluss und ohne Fahrerlaubnis.

Wütendes Wildschwein will's wissen

Winterbach - Erst fuhr der Mann ein Wildschwein an, dann keilte das Tier zurück: Als ein 35-Jähriger bei Winterbach in Baden-Württemberg nach dem angefahrenen Tier schauen wollte, sei das Borstenvieh plötzlich aufgestanden und habe den Mann angegriffen, teilte die Polizei mit.

Der Autofahrer hatte Schwein und konnte sich mit knapper Not in sein Auto retten. Das vermutlich verletzte Tier rammte nochmals das Fahrzeug und trottete dann mit zwei Artgenossen in den Wald. Ein Polizeisprecher sagte, in den vergangenen Jahren sei der Wildschweinbestand stark gewachsen. "Da ist es nur folgerichtig, dass öfter mal was passiert."

sto/dapd/dpa/AFP