kurz & krass: Polizei streicht Ponys an - DER SPIEGEL
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kurz & krass Polizei streicht Ponys an

Verkehrserziehung auf Russisch: "Aktion Zebrastreifen" hieß die eigentlich harmlos erscheinende Maßnahme. Doch in Ermangelung echter Zebras sahen sich einige Moskauer Beamte dazu veranlasst, Pferde anzumalen. SPIEGEL ONLINE präsentiert die skurrilsten Kurzmeldungen der Woche.
Falsches Zebra in Moskau: Respektloser Umgang mit Tieren
Falsches Zebra in Moskau: Respektloser Umgang mit Tieren

Falsches Zebra in Moskau: Respektloser Umgang mit Tieren

Foto: Alexey SAZONOV/ AFP
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Hamburg - Man kann nicht sagen, sie seien unkreativ gewesen oder hätten sich keine Mühe gegeben - und doch gab es Ärger. Moskauer Verkehrspolizisten haben mit einer merkwürdigen Aktion den Unmut von Tierschützern auf sich gezogen. SPIEGEL ONLINE präsentiert die skurrilsten Kurzmeldungen der Woche. Klicken Sie's durch:

Zu komisch - Polizei wirbt mit falschen Zebras

Moskau - Die Moskauer Verkehrspolizei hat Ponys als Zebras angestrichen und damit den Protest von Tierschützern auf sich gezogen. Mit der "Aktion Zebrastreifen" wollte die Polizei Autofahrer für Fußgängerüberwege sensibilisieren, die in der russischen Hauptstadt immer wieder ignoriert werden. Das meldete die Agentur Interfax. Dies sei ein neuer Beweis für den respektlosen Umgang mit Tieren in Russland, schimpfte aber die Tierschützerin Irina Nowoschilowa.

Geschäftsleute hatten erst kürzlich einen Esel an einem Fallschirm aufsteigen lassen. Wegen der laxen Tierschutzgesetze in Russland wurden die Männer nicht bestraft.

Zu hungrig - Bär stürmt Kantine

Moskau - Ein hungriger Bär hat die Kantine einer russischen Fabrik gestürmt und sich von den Köchen verwöhnen lassen. Wie die Publikumszeitung "Twoij Den" berichtete, war das Tier seiner Nase gefolgt und in das Restaurant des Betriebs in der Ural-Region Swerdlowsk eingedrungen. Demnach päppelten die Angestellten den ausgehungerten Bären zunächst aus Mitleid mit Brot und Gebäck auf, bevor sie Wildhüter und Polizei informierten.

"Der Bär hat gespürt, dass die Uniformierten hinter ihm her waren und sich auf einen Baum gerettet", berichtete ein Augenzeuge. Anschließend habe das Tier die Flucht ergriffen und seine Verfolger erfolgreich abgeschüttelt.

Nahrungsmangel treibt Russlands Bären immer häufiger in die menschlichen Siedlungen. Mitte August wurde ein 60-Jähriger auf der Pazifikinsel Sachalin von einem Bären getötet. Im Oktober 2008 hatten Dutzende ausgehungerte Braunbären zwei südsibirische Dörfer mehrere Wochen hinweg terrorisiert und schließlich zu Ausgangssperren gezwungen.

Zu tief - Pensionierter Bergarbeiter gräbt unter seinem Haus

Peking - Ein ehemaliger chinesischer Bergarbeiter hat eine eigenwillige Antwort auf die explodierenden Immobilienpreise in seinem Land gefunden. Weil er mehr Platz für seine Familie brauchte, erweiterte der 64-jährige Chen Xinnian sein Haus unter Tage, wie die Zeitung "China Youth Daily" berichtete. Der Rentner habe sechs Meter unter sein baufälliges Haus einen Stollen mit einer Grundfläche von 50 Quadratmetern getrieben. Am Ende wolle er dort eine Vier-Zimmer-Wohnung unterbringen. Der Mann arbeite vier Jahre lang an der unterirdischen Bleibe.

Chen habe sich für den Bau in der Stadt Zhengzhou in der ostchinesischen Provinz Henan eine Bergmann-Ausrüstung besorgt, darunter Grubenlichter und einen Helm. In seinem Berufsleben habe der Mann am Bau von Kohleminen mitgearbeitet. Wie die Zeitung berichtete, kann das Untertage-Haus laut Chen ein Erdbeben bis zur Stärke acht aushalten. Im Sommer sei die Wohnung kühl, im Winter warm.

In China hat ein Immobilienboom in den vergangenen Jahren die Hauspreise explodieren lassen. Millionen Chinesen können sich deshalb ihre eigenen vier Wände nicht mehr leisten. Das Thema ist inzwischen ein zentrales Anliegen der politischen Führung geworden. Sie hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Boom zu bremsen, jedoch bisher mit wenig Erfolg.

Zu voll - Flasche Federweißer explodiert auf Beifahrersitz

Döllstädt - Eine explodierende Flasche Federweißer hat in Döllstädt (Thüringen) einen Verkehrsunfall verursacht. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine 49 Jahre alte Frau die Flasche zusammen mit anderen Einkäufen auf dem Beifahrersitz verstaut. Während der Fahrt explodierte das Getränk, woraufhin die Frau reflexartig den Kopf wegdrehte, die Kontrolle über ihren Wagen verlor und einen geparkten Kleintransporter rammte. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei auf rund 14.000 Euro.

Zu faul - Gammeliges Gemüse fliegt in Hannover

Hannover - Kiloweise gammeliges Gemüse ist in Hannover durch die Luft geflogen: Bei einer Gemüseschlacht haben sich rund 60 Teilnehmer der beiden Stadtteile Linden und Nordstadt auf einer Brücke einen harten Kampf geliefert. Mit Schutzschilden, Müllsäcken und Regenjacken versuchten sich einige der Hannoveraner gegen die stinkenden und schlammigen Tomaten, Kohlköpfe, Bananen, Gurken und Äpfel zu schützen. Etwa 150 Zuschauer verfolgten aus sicherer Entfernung die Schlacht, einige radelten jedoch auch mutig durch die glitschige Masse auf der Brücke hindurch. Seit 2003 liefern sich Vertreter der beiden Stadtteile alljährlich den skurrilen Kampf.

Zu eng - Kängurus reißen aus

Hamburg - Zwei Kängurus haben die Polizei in Hamburg auf Trab gehalten. Die Exoten waren aus einem privaten Gehege ausgerissen. Die unternehmungslustigen Kängurus hüpften vom Garten aus in die umliegenden Felder, richteten dabei aber keine Schäden an, wie die Polizei mitteilte. Nach zwei Stunden war der Ausflug in die Freiheit vorbei - Beamte fingen die beiden Ausreißer ein.

jdl/dpa/AFP/ddp