kurz & krass Tresordieb hinterlässt Fingerkuppe
Zurückgelassener Tresor: Blutiges Andenken vom Dieb
Foto: Polizei"Das hat wehgetan!": Ein Einbrecher in Wanne-Eickel lässt weit mehr als nur einen Fingerabdruck zurück. In Düsseldorf erweist sich ein Diebstahl als viel zu schwer und Musik soll sexmüde Alligatoren in Japan munter machen. Die kuriosesten Kurzmeldungen der Woche. Klicken Sie sich durch:
"Bang Boom Bang" in echt
Der Film "Bang Boom Bang" genießt im Ruhrgebiet Kultstatus - der Polizei in Wanne-Eickel ist nun ein Fall untergekommen, der danach ausschaut, als hätten Diebe eine Szene aus dem Streifen nachspielen wollen. Die Beamten waren zu einem Bekleidungsgeschäft gerufen worden, in dem Unbekannte versucht hatten, einen großen Tresor aus dem Fenster zu heben. Die Täter gaben schließlich auf und ließen den Geldschrank zurück. Einer der Unbekannten hinterließ zudem unfreiwillig ein Indiz: eine Fingerkuppe, die bei der Aktion abgerissen wurde. Das erinnerte die Polizei allzu deutlich an den Film: Dort schlägt eine Figur einen Tresor zu, in dem ein Komplize noch seine Hand hat und so seinen Daumen verliert. Die Polizei bittet nun insbesondere Ärzte, Patienten mit abgetrennter Fingerkuppe zu melden. Der Verfasser der Polizei-Pressemeldung zeigte immerhin Mitleid: Sein erster Gedanke sei gewesen: "Das hat wehgetan!"
Gericht stellt Frau wegen Schuh-Attacke unter Hausarrest
Weil sie eine andere Frau mit ihrem Stöckelschuh angriff, ist eine Südafrikanerin unter Hausarrest gestellt worden. Ein Gericht in Pretoria verurteilte die 23-Jährige wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung und 18 Monaten Hausarrest, berichtete die Zeitung "Beeld". Demnach geriet die 23-Jährige in einer Discothek mit einer anderen Frau wegen eines verlorengegangenen Armbands in Streit. Zunächst sprühte sie Pfefferspray auf ihre Kontrahentin, dann schlug sie die 41-Jährige mit einem ihrer Highheels. Das Opfer erlitt schwere Schnittwunden an Brust und Unterleib. Die Angreiferin muss nun zusätzlich zum Hausarrest 16 Stunden im Monat gemeinnützige Arbeit leisten. Zudem muss sie ihrem Opfer Entschädigung zahlen.
Baggerschaufel erweist sich als zu schwer für Fluchtfahrzeug
Beim Abtransport einer tonnenschweren Baggerschaufel haben Metalldiebe in Düsseldorf auf das falsche Fahrzeug gesetzt: Sie luden die gewichtige Beute auf einen einachsigen Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von gerade mal 250 Kilo, teilte die Polizei mit. Prompt brach der völlig überladene Anhänger zusammen. Den demolierten Einachser mitsamt Beute mussten die Täter zurücklassen.
Abgeordneter macht Schönheits-OP zum Überfall
Kairo - Nach einer Schönheitsoperation an seiner Nase hat der konservative ägyptische Abgeordnete Anwal al-Bilkimi im Fernsehen einen Überfall für sein Aussehen verantwortlich gemacht - und ist darüber gestrauchelt. Die Partei al-Nur teilte mit, Bilkimi habe sein Mandat niedergelegt und sei aus der Partei ausgetreten. Der Abgeordnete war mit Verband und Wunden im Fernsehen aufgetreten und hatte erzählt, er sei bei einem Autodiebstahl von Bewaffneten geschlagen worden, die zudem umgerechnet rund 12.500 Euro gestohlen hätten. Die ganze Geschichte sei "frei erfunden", sagte Parteichef Emad Abdel Gafur. Ärzte in einem Kairoer Krankenhaus bestätigten, Bilkimi habe sich einer Schönheitsoperation unterzogen.
Trommeln sollen sexmüdes Alligator-Paar in Stimmung bringen
Sapporo - Tierpfleger in einem japanischen Zoo wollen herausgefunden haben, wie sie ein sexmüdes chinesisches Alligatoren-Paar zur Paarung motivieren können: Der Rhythmus japanischer Taiko-Trommeln soll Susu und Yoyo Lust aufeinander machen, teilte der Maruyama-Zoo in Sapporo mit. Der Schlag dieses traditionellen Instruments habe einen ähnlichen Klang wie der Schrei, den die Reptilien vor dem Koitus abgeben. Offenbar zeigt das Trommeln bislang nur beim Weibchen Wirkung: "Nachdem sie den Trommeln zugehört hatte, gab Susu ein paar Schreie ab, aber das Männchen Yoyo schien nicht interessiert zu sein", sagte ein Sprecher.
Franzose findet Mäusekopf in Bohnen-Konserve
Paris - Der Appetit auf grüne Bohnen ist einem Franzosen wohl fürs Erste vergangen. In einer Konservendose stieß der 24-Jährige aus der Ortschaft Annemasse nahe der Schweizer Grenze auf einen abgetrennten Mäusekopf. Er sei stutzig geworden, als aus der Dose ein Ding in die Pfanne gefallen sei, sagte der Mann. "Ich habe es mir genauer angesehen: Es war ein Mäusekopf mit Schnurrbart und Fell." Seinen Fund samt Dose schickte er an den Kundendienst der Supermarktkette Carrefour, bei der er die Konserve gekauft hatte. Das Unternehmen entschuldigte sich. Eine Untersuchung solle nun klären, wie der "Fremdkörper" in die Gemüsedose gelangt sei, sagte ein Unternehmenssprecher.
Dackel-Quäler muss Geldstrafe zahlen
Berlin - Weil er einen Dackel an der Leine im Kreis um sich schleuderte, muss ein Berliner 1500 Euro Geldstrafe zahlen. Ein Berliner Amtsgericht verurteilte den 22-Jährigen in Abwesenheit wegen Tierquälerei. Ein Anwohner hatte den derben Umgang mit dem Hund in Berlin-Schöneberg beobachtet und die Polizei gerufen. Der Mann habe den Hund zwei bis drei Mal um sich gedreht, sagte der Zeuge.