kurz & krass Verschollen im Outback
Australisches Outback: Wenig befahrene Straßen
Foto: Hans-Peter VAN VELTHOVEN/ AFPHamburg - Zwei Goldsucher haben einen Unfall im australischen Outback - und ernähren sich tagelang von Nüssen und Regenwasser. Eine 89-Jährige beschädigt das Fluchtauto einer Diebesbande mit ihrer Gehhilfe, und ein Zechpreller springt in die Elbe. Die skurrilsten Kurzmeldungen der Woche. Klicken Sie's durch:
Goldsucher stranden nach Unfall im australischen Outback
Perth - Nach einem Autounfall in der australischen Wüste haben zwei Männer vier Tage lang mit Nüssen und Regenwasser überlebt. Die beiden Goldsucher hatten sich im kargen australischen Outback aus ihrem brennenden Auto gerettet, wie die Polizei mitteilte. Nach einem Bericht der Zeitung "The West Australian" waren sie rund 85 Kilometer von der Ortschaft Warburton nördlich der Nullarbor-Wüste entfernt, als ihr Benzintank Feuer fing. Die Männer blieben unverletzt, aber ihre gesamte Ausrüstung verbrannte, darunter ein Satellitentelefon und ein Notlicht.
Nach zwei Tagen ging einer der beiden los, um Hilfe zu holen. Der 58-Jährige lief etwa 60 Kilometer, bis er schließlich Handy-Empfang hatte. Die alarmierten Behörden leiteten eine Suche ein, die sich über ein Gebiet von 2500 Quadratkilometern erstreckte. Als der Mann schließlich gefunden wurde, führte er die Polizei zu seinem 61-jährigen Freund, der wegen einer Beinprothese zurückgeblieben war. Er wurde an einer kaum befahrenen Straße entdeckt, wo er an einem Feuer saß und mit einem brennenden Zweig auf sich aufmerksam machte.
89-jährige Amerikanerin beschädigt Fluchtfahrzeug mit Gehstock
New Castle - Eine wehrhafte 89-Jährige hat in den USA das Fahrzeug zweier Diebe, die ihrer 82-jährigen Freundin die Tasche entrissen, mit ihrem Gehstock beschädigt - und so zur Aufklärung des Falls beigetragen. Die Polizei im US-Staat Pennsylvania konnte aufgrund der eindeutigen Beule das Fluchtfahrzeug identifizieren. Der Raubüberfall ereignete sich nach Polizeiangaben vor einer Pizzeria in der Kleinstadt New Castle. Bevor sich die Diebe aus dem Staub machen konnten, schwang die rüstige Rentnerin ihren Gehstock und verpasste der Kofferraumklappe eine Delle. Die Polizei nahm einen 27-Jährigen und eine 21-Jährige fest.
Zechpreller springen in die Elbe
Dresden - Schwimmen statt zahlen: Mit einem Sprung vom Schiff wollten sich zwei Männer in Dresden vor ihrer Rechnung drücken. Die beiden hätten sich kurz vorm Anlegen des Ausflugsdampfers in Windeseile ausgezogen, teilte die Polizei mit. Dann seien sie in die Elbe gesprungen und ans Ufer geschwommen. Ein Kellner und der Steuermann nahmen - an Land gegangen - die Verfolgung auf. Sie konnten einen der Zechpreller fassen. Der 25-Jährige sei ziemlich betrunken gewesen, hieß es. Die fällige Rechnung belief sich auf 40 Euro.
Skorpion sticht Fluggast
Portland - Eine schmerzhafte Überraschung hat ein Fluggast von Alaska Airlines erlebt: Der Mann wurde auf seinem Platz in der Maschine von einem Skorpion gestochen. Er habe während des Nachtflugs von Seattle nach Anchorage versucht zu schlafen und am Ärmel plötzlich ein Krabbeln gespürt, sagte Jeff Ellis dem Fernsehsender KPTV. Als er den vermeintlichen kleinen Störenfried entfernen wollte, blieb ihm die Spucke weg.
"Ich habe meine Hand gehoben und gesagt 'Oh Gott, das ist ein Skorpion'", so Ellis. Das Tier wollte er mit einer Serviette greifen, wurde aber vorher in den Ellbogen gestochen. Ellis wurde von zwei Ärzten an Bord und nach der Landung medizinisch versorgt. Alaska Airlines bot ihm Vielflieger-Meilen und zwei Hin-und Rückflüge als Entschädigung an. Der Skorpion gelangte der Fluggesellschaft zufolge vor dem Start im texanischen Austin an Bord.
Betrunkener will Ziege aus Streichelzoo stehlen
Gera - Ein Betrunkener hat versucht, eine Ziege aus dem Streichelzoo von Gera zu entführen. Der 48-Jährige sei von einer der Ziegen im Tierpark so angetan gewesen, dass er sich diese unter den Arm klemmte und zum Hauptausgang schlenderte, teilte die Polizei mit. Zoomitarbeiter hielten den Mann fest. Die Polizei stellte bei ihm einen Alkoholwert von 2,48 Promille fest. Was er mit der Ziege vorhatte, sagte er laut Polizei nicht.
Grenzüberschreitender Unfall
Wildenau-Asch/Selb - Eine 18-Jährige aus Bayern hat bei der Fahrt über die Grenze zunächst in Tschechien drei Warnbaken überfahren und ist dann auf deutscher Seite in einen Gartenzaun gekracht. Die junge Frau und ihre 17 Jahre alte Beifahrerin hätten dabei ein Schleudertrauma erlitten, teilte die Polizei mit. Für die erste Phase des Unfalls am Grenzübergang Selb-Asch ermittelt die tschechische Polizei, für den zweiten Teil sind die Beamten in Bayern zuständig.
Schweinswal-Baby "Mimi" überlebt in Baggerschaufel
Dierhagen - Eine Baggerschaufel voller Ostseewasser hat ein Schweinswal-Baby vor dem Tod bewahrt. Hohe Wellen hatten das erst wenige Tage alte, 75 Zentimeter lange Tier an den Strand bei Dierhagen gespült, wie Direktor Harald Benke vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund sagte. Mitarbeiter vom Bauhof Dierhagen versuchten, den kleinen Schweinswal wieder ins Wasser zu bringen, was aber am hohen Seegang scheiterte. Daraufhin luden sie das Tier mit einer Ladung Ostseewasser in eine Baggerschaufel. Dort überlebte "Mimi", wie seine Retter das kleine Weibchen tauften, zwei Tage lang. Dann endlich konnte es mit einem Boot einen Kilometer weit hinausgefahren und ausgesetzt werden.