Kurznachrichten Papstwahl in Rom
+++ Schwarzer Rauch über der Sixtinischen Kapelle +++
[20.04] Beim Konklave in Rom haben die Kardinäle im ersten Wahlgang noch keinen Papst gewählt. Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle stieg schwarzer Rauch - als Zeichen, dass bei der Abstimmung kein Name die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit bekommen hat. Die Wahl wird am morgigen Dienstag fortgesetzt.
+++ Türen der Sixtinischen Kapelle schließen sich +++
[17.50] In Rom sind die Türen der Sixtinischen Kapelle zur größten Papstwahl der Geschichte geschlossen worden. Als das "extra omnes" ("alle hinaus") erschallte, verließen alle außer den 115 wahlberechtigten Kardinälen die prächtig ausgemalte Kapelle.
+++ Deutsche Katholiken mit hohen Erwartungen +++
[17.21] Deutsche Katholiken haben hohe Erwartungen an den neuen Papst. Eine Stärkung der Ortskirchen und Synoden verlangte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Hans-Joachim Meyer. Die Grünen-Politikerin Christa Nickels forderte, das neue Kirchenoberhaupt müsse als "Meister und Pionier des innerkatholischen Dialogs" auftreten. "Ein neuer Papst muss alte Zöpfe abschneiden", erklärte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
+++ Arinze bei Dubliner Buchmachern vorn +++
[16.30] Wenn es nach den Buchmachern im katholischen Dublin geht, hat der nigerianische Kardinal Francis Arinze die besten Chancen, als Papst aus dem Konklave hervorzugehen. Die Quote für den afrikanischen Kurienkardinal stand im Wettbüro Paddy Power bei 3:1 - für einen Einsatz von einem Euro bekommt man bei einem erfolgreichen Tipp vier Euro. Auf Platz zwei folgte der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger mit 9:2. Beim Wettveranstalter myBet.Com hingegen gilt der große Unbekannte mit 34,4 Prozent als Favorit für die Nachfolge von Papst Johannes Paul II.
+++ Konklave hat begonnen +++
[16.30] Das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes hat in Rom begonnen. 115 Kardinäle zogen in die Sixtinische Kapelle ein. Dort schließen sie sich von der Außenwelt ab. Benötigt wird eine Zweidrittelmehrheit, also 77 Stimmen.
+++ Bayern beten für gute Papstwahl +++
[13:29] In den 4000 bayerischen Pfarreien beten die Katholiken für einen guten Ausgang der Papstwahl. Wie das Erzbistum München mitteilte, werden in den Fürbitten auch Wünsche an das künftige Oberhaupt der katholischen Kirche geäußert: Der neue Papst soll ein "Vater und Anwalt der Armen, der Entrechteten und Verfolgten und aller, die von Krieg und Hunger heimgesucht sind", sein. Die Gemeinden beten für einen Oberhirten, der in Treue zum Evangelium die Menschen "im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe bestärkt".
+++ Papst-Sonderbriefmarke ausverkauft +++
[12:40] Das Postamt des Vatikan teilt mit, dass die nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. vom Kirchenstaat herausgegebene Sonderbriefmarke ausverkauft ist. Die letzten der so genannten Sedisvakanz-Briefmarken seien bereits am Samstagnachmittag ausgegeben worden, fünf Tage nach Verkaufsbeginn. Pilger und Sammler hatten in langen Warteschlangen vor den Postämtern rund um den Petersdom angestanden, um eine der historischen Marken zu ergattern.
+++ Katholiken der Niederlande wollen Reform-Papst +++
[12:10] Die niederländischen Katholiken erhoffen sich vom nächsten Papst mehr Reformwillen, als Johannes Paul II. ihn gezeigt hat. Nach einer Umfrage der Zeitung "Limburgs Dagblad" wollen 69 Prozent eine Reform der innerkirchlichen Organisation, 68 Prozent wollen mehr kirchliche Ämter für Frauen öffnen und 55 Prozent sind für die Abschaffung des Zölibats.
+++ Messe zur Papstwahl beginnt +++
[10:05] Die Messe zur Papstwahl in Rom hat begonnen. Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger erfleht die Hilfe Gottes bei der Wahl des neuen Papstes. "Nach dem großen Geschenk von Papst Johannes Paul II. gebe er uns erneut einen Hirten, der uns führt", sagte Ratzinger im Petersdom. Der 78-Jährige wirkte angespannt. Mit einem großen weißen Taschentuch wischte er sich die Schweißperlen vom Gesicht. Nach seiner Predigt brandete Applaus auf.