La Palma: Eingeschlossene Urlauber in Sicherheit - DER SPIEGEL
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La Palma Eingeschlossene Urlauber in Sicherheit

Die nach einem schweren Unwetter auf der kanarischen Insel La Palma eingeschlossenen Touristen sind nach Berichten spanischer Rettungsdienste bis auf zwei Personen in Sicherheit.
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Santa Cruz de Tenerife - Wie die Rettungsdienste mitteilten, wurden insgesamt 142 Ausflügler wohlbehalten aus dem Krater geborgen. Die Rettungsoperation sei damit abgeschlossen.

Die Touristen, darunter viele Deutsche, waren in dem Nationalpark Caldera de Taburiente von einem Regenunwetter überrascht worden. Einige von ihnen wurden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Die meisten konnten den Park nach dem Abzug der Regenfront zu Fuß verlassen. Mindestens drei Touristen kamen bei dem Unwetter ums Leben. Zwei werden vermisst. Nach ihnen wurde noch gesucht.

Das Unwetter hatte im Nationalpark Caldera de Taburiente mehrere Reisegruppen überrascht. Eine Gruppe von etwa 40 spanischen Schülern wurde bereits relativ früh in Sicherheit gebracht worden.

Eine zweite Gruppe von etwa 30 Touristen saß nach Angaben der Behörden in dem Park fest. Sie konnte nicht umkehren, da sie einen Bergbach nicht überqueren konnte, der zu einem reißenden Fluss angewachsen war. Die Ausflügler suchten in einem Gebäude Unterschlupf und waren wohlauf. Für sie bestand nach Angaben der Polizei keine Gefahr.

Eine dritte Gruppe von etwa 15 Ausflüglern konnte zunächst nicht ausfindig gemacht werden. Der Nationalpark liegt im weiträumigen Krater eines Vulkans und ist bei Wanderern und Naturfreunden sehr beliebt. Eine Schule in der Nähe des Parks wurde vorsorglich evakuiert.

Die spanischen Behörden haben die Kanaren zum Katastrophengebiet erklärt. Auf der Insel Gran Canaria mussten Hunderte von Urlaubern aus ihren Hotels ausquartiert und in anderen Herbergen untergebracht werden. Bei dem Unwetter waren innerhalb von zwei Stunden bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter niedergeprasselt. In den großen Ferienzentren im Süden der Insel hatten die Regengüsse in mehreren Hotels tiefer gelegene Zimmer unter Wasser gesetzt. In der Inselhauptstadt Las Palmas wurden 15 Kinder verletzt, als eine Sturmböe eine aufblasbare Burg fortriss. Der Verkehr auf den Flughäfen der kanarischen Inseln wurde von dem Unwetter nicht betroffen.