Spektakulärer Fund in Baden-Württemberg Eiszeitlicher Mammutzahn auf Baustelle entdeckt
Mammutstoßzahn auf Baustelle
Foto: Moritz Reich / TransnetBW / dpaEr ist rund 1,20 Meter lang, an der Oberfläche leicht lädiert, aber perfekt gebogen: Auf einer Baustelle im Norden von Baden-Württemberg ist ein Mammutstoßzahn aufgetaucht. Er wurde bei Arbeiten für das Großprojekt Suedlink bei Lauda-Königshofen im Main-Tauber-Kreis entdeckt.
Mit Pinseln, Kellen, Spateln und Instrumenten aus der Zahntechnik legte ein Archäologenteam am Dienstag den Zahn frei, der aus der Eiszeit stammt. Jetzt liegt er – noch zur Hälfte im Erdreich verankert – auf dem Areal des Baustellenbetreibers TransnetBW.
Mindestens 12.000 Jahre alt
»Dieser Stoßzahn ist einer der wenigen eiszeitlichen Mammut-Funde im Norden Baden-Württembergs«, sagte der Archäologe René Wollenweber vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (LAD). Experten gehen davon aus, dass der Stoßzahn mindestens 12.000 Jahre alt ist. Das exakte Alter müsse im Labor ermittelt werden, sagte ein Sprecher der TransnetBW.
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Laut einem Bericht des Südwestrundfunks (SWR) wird eine Sicherheitsfirma in den kommenden Tagen den Fund bewachen, um möglichen Diebstählen vorzubeugen. Demnach könnten noch weitere Teile des Mammutkopfes in der Erde liegen. Neben dem Zahn wurden den Angaben zufolge auch Kochstellen und Vorratsgruben aus der Steinzeit entdeckt.
Arbeiten an der Baustelle gehen weiter
Es ist der zweite größere archäologische Fund auf der Großbaustelle im Main-Tauber-Kreis. Im März stieß man im nur wenige Kilometer entfernten Grünsfeld-Hausen auf eine jungsteinzeitliche Siedlung.
Die Erdarbeiten auf der Baustelle sollen trotz des spektakulären Funds bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Suedlink soll auf rund 700 Kilometern Strom zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands transportieren.