Lauschangriff Fluggesellschaft bespitzelt Michael Jackson
New York - Die beiden Männer sollen 2003 für einen Flug von Las Vegas nach Santa Barbara Kameras und Mikrofone installiert haben, um Jacksons private Gespräche aufzuzeichnen, berichtet die "Los Angeles Times". Der "König des Pop" war zu dieser Zeit wegen Kindesmissbrauchs angeklagt und saß mit seinem Anwalt Mark Geragos in dem Flugzeug.
Jeffrey Borer, der Besitzer der Charterflug-Gesellschaft XtraJet, und Arvell J. Reeves, der Chef einer Wartungsfirma, hätten Minikameras in der Passagier-Kabine installiert und Mikrofone zwischen die Sitze gebaut, heißt es in der Anklage. Die technischen Geräte stammten aus einem Laden für Spion-Ausrüstung.
Die Spitzeltätigkeit der beiden war ans Licht gekommen, als sie versuchen, die Aufnahmen von einem sehr entspannt wirkenden, lachenden Jackson an US-Fernsehsender zu verkaufen. Borer hatte behauptet, er habe die Aufnahmen nach dem Flug gefunden, wisse aber nicht, von wem sie stammten. Das FBI schaltete sich ein, und im April vergangenen Jahres fiel der Verdacht auf Borer und Reeves. In den nächsten Wochen müssen die beiden Männer zur Anklageerhebung vor Gericht erscheinen.