Lawine 20 Menschen gerettet
Rom - Laut der Nachrichtenagentur Ansa ging die Lawine am Morgen in 2200 Metern Höhe in der Provinz Cuneo im Piemont ab. Das Schneebrett habe etwa 20 Teilnehmer und Juroren eines Skirennens auf der Rocca-Giardina-Piste in Artesina mitgerissen, hatte ANSA unter Berufung auf Rettungskräfte vor Ort gemeldet. Feuerwehrleute aus der ganzen Region waren im Einsatz und versuchten mit Hilfe von fünf Hubschraubern, Verschüttete zu bergen.
Rund 60 Zuschauer hatten das Sportereignis zum Zeitpunkt des Unglücks verfolgt. Maurizio Marucci, Leiter der örtlichen Bergrettung, sagte dem Fernsehsender Sky Italia, dass inzwischen 20 Personen aus dem Schnee gerettet worden seien. Eine Person werde noch vermisst. Zwei Gerettete müssten medizinisch behandelt werden.
Unklar ist bislang, um was für einen Wettkampf es sich gehandelt hat. Zur Zeit findet in Artesina das Weltcupfinale 2005/2006 im Alpinen Behindertensport statt. Für heute war ein Rennen angesetzt. Rettungsleiter Marucci dementierte aber Berichte, dass möglicherweise Athleten verschüttet worden seien. Diese Berichte seien "absolut falsch". Augenzeugen bestätigten gegenüber SPIEGEL ONLINE, dass dieses Rennen von dem Lawinenabgang nicht betroffen war. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa löste sich die gewaltige Lawine genau in dem Gebiet, wo derzeit die Weltmeisterschaft der Skibergsteiger stattfindet.
Der Skiort Artesina bildet zusammen mit Prato Nevoso das Skigebiet Mondolè. Die zahlreichen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen bieten etwa viertausend Gästen Platz.
rom/AFP/reuters