Lebensretter Helfer von Völlers Vater erneut im Einsatz
Mainz - Vergangene Woche erlangte Klaus Gerlach schlagartig Berühmtheit: Während die englischen Elitekicker gerade die deutsche Nationalmannschaft beim 5:1-Sieg auf dem Rasen des Münchner Olympiastadions vorführten, rettete der Mainzer Sportmediziner gemeinsam mit einem Kollegen dem 75 Jahre alten Kurt Völler das Leben. Der Vater von "Bundes-Rudi" hatte einen Herzinfarkt erlitten und war klinisch tot.
Am vergangenen Freitag, nur sechs Tage nach der bundesweit beachteten Rettungsaktion, war Gerlach wieder in einem Fußballstadion zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle. Eine gute Viertelstunde war beim Zweitligaspiel zwischen dem FSV Mainz 05 und Hannover 96 gespielt, da wurde es unruhig auf der Ehrentribüne des Mainzer Bruchwegstadions. Ein Mann sackte in sich zusammen: Herzinfarkt. Wieder war Gerlach in der Nähe und holte den klinisch toten 70 Jahre alten Zuschauer mit Hilfe einiger Sanitäter ins Leben zurück.
Mannschaftsarzt ist Held der Woche
Die beiden Einsätze als Lebensretter in Fußballstadien sind nur bedingt auf reinen Zufall zurückzuführen. Als Mannschaftsarzt des FSV Mainz 05 sitzt Gerlach an jedem Wochenende in einem Zweitligastadion der Republik.
Dennoch wunderte sich Gerlach nach Berichten der Mainzer Tageszeitungen wohl zu Recht über die zeitliche Nähe seiner ersten lebensrettenden Maßnahmen am Rande eines Fußballfelds: "Da gehe ich vier, fünf Jahre auf Sportplätze und in Stadien, und nichts passiert. Und dann wird man in kurzer Zeit zweimal mit dem Tod konfrontiert." Seine Rettungsaktionen auf Fußballtribünen verhalfen ihm zu großem Ruhm: Der Radiosender SWR 3 kürte ihn am Samstag zu seinem Helden der Woche.