Legionärskrankheit: Erster Passagier erlegen - DER SPIEGEL
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Legionärskrankheit Erster Passagier erlegen

Ein aus Sachsen-Anhalt stammender Passagier des Kreuzfahrtschiffes "Ocean Monarch" ist an den Folgen der Legionärskrankheit gestorben. Der Mann sei unmittelbar nach seiner Rückkehr in einer Magdeburger Klinik behandelt worden, teilte Gesundheitsminister Gerry Kley mit.
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Magdeburg - Der FDP-Politiker warnte trotz des Todesfalles vor Panikmache: "Es besteht keine weitere Ansteckungsgefahr, da die Legionärskrankheit nicht von Mensch zu Mensch übertragen wird." Kontaktpersonen seien nicht gefährdet.

Das Vier-Sterne-Schiff war am vergangenen Freitag nach einer Grönland-Kreuzfahrt in Cuxhaven eingelaufen, alle 358 Passagiere gingen dort von Bord. Zwei von ihnen hatten sich den Angaben zufolge mit den Legionellen infiziert, sieben weitere Passagiere wiesen Symptome der Krankheit auf.

Das zuständige Bundesland Niedersachsen hatte daraufhin am Sonntag bundesweit über den Reiseruf im Rundfunk alle Passagiere des Schiffes aufgefordert, bei Auftreten von grippeähnlichen Symptomen sofort einen Arzt aufzusuchen. Parallel dazu wurde die zuständigen Gesundheitsbehörden informiert und den Gesundheitsämtern eine Passagierliste zur Verfügung gestellt, um die Betroffenen persönlich zu erreichen.

Nach Angaben des Magdeburger Ministeriums ist es möglich, dass noch noch mehr Passagiere infiziert sind, da nicht von allen Kreuzfahrtteilnehmern die Adressen bekannt seien.

Infektionsquellen der Legionärskrankheit sind vor allem verunreinigtes Wasser und Klimaanlagen. Die meldepflichtige Krankheit geht mit hohem Fieber und Atemwegbeschwerden einher. Sie kann zu einer schweren Lungenentzündung, in seltenen Fällen auch zum Tod führen. In Sachsen-Anhalt wurden seit 1990 45 Fälle von Legionellose registriert, drei Erkrankte verstarben, wie das Ministerium mitteilte.