Leipziger Vierlinge: Eltern verkaufen erste Bilder exklusiv - DER SPIEGEL
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Vierlingsfrühchen: Trubel in Leipzig

Foto: Waltraud Grubitzsch/ dpa

Leipziger Vierlinge Eltern verkaufen erste Bilder exklusiv

Der Trubel ist ihnen zu viel, die Familie der eineiigen Vierlinge aus Leipzig schottet sich ab. Nur einige Auserwählte konnten die Frühchen schon besuchen. Darunter der als Pate auserkorene Oberbürgermeister Burkhard Jung - und ein Fernsehsender, der die ersten Bilder exklusiv zeigen darf.
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Leipzig - Sie sind nun einmal eine Sensation: Laura, Sophie, Jasmin und Kim, die eineiigen Vierlinge aus Leipzig, gelten als medizinisches Wunder - entsprechend groß ist das öffentliche Interesse. Doch die Eltern schotten sich und ihre Kinder ab. Nur einer durfte die Vierlinge am Dienstag schon besuchen: ihr erster Pate, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung.

"Es ist einfach unglaublich. Das Wunderschönste ist, dass alles vollständig ist", schwärmte Jung, selbst vierfacher Vater, nach der Visite am Uniklinikum Leipzig. Alle vier Kinder seien gesund. "Eine wird noch beatmet, die anderen drei Mädchen sind in einem ganz guten Zustand", berichtete der Oberbürgermeister.

Die 31-jährige Mutter war in der 28. Schwangerschaftswoche, als die Vierlinge wegen anfangender Probleme bei der Blutverteilung per Kaiserschnitt geholt werden mussten. Die Mutter ist wohlauf und soll am Mittwoch entlassen werden. Die Kinder werden voraussichtlich zehn Wochen lang in der Frühchenstation bleiben müssen, sagte Ulrich Thome, Frühgeburtenmediziner der Universitätsklinik Leipzig.

Thome ging am Dienstag davon aus, dass auch das kleinste der Vierlingsmädchen in den kommenden Tagen nicht mehr auf die Atemhilfe angewiesen sein wird. Das knapp unter einem Kilogramm schwere Frühchen wird mit Inhalationen und Medikamenten behandelt. Es ist eines der beiden Mädchen, die für kurze Zeit schwächer als die anderen mit Blut versorgt worden waren, wie Thome sagte.

"Natürlich etwas gestresst"

Die Eltern können die vier Mädchen rund um die Uhr besuchen. Allerdings dürfen sie die Kleinen derzeit nur streicheln und zu ihnen sprechen. Krankenschwestern wickeln die Kinder, und auch gestillt werden können die Frühchen nicht, die Mutter pumpt ihre Muttermilch ab. "Wenn sie etwas stabiler sind, kann die Mama mit der Känguru-Pflege beginnen", sagt Thome. Dann werden der Mutter die Mädchen zum Kuscheln nackt auf die Brust gelegt. "Das tut den Kleinen richtig gut."

Den Eltern gehe es derzeit relativ gut, sagte Thome. "Sie sind natürlich etwas gestresst, sie wissen noch nicht, wie das nach der Entlassung gehen soll." Es sei eine große Umstellung für die Eltern, die bereits einen fünfjährigen Sohn haben.

Die Familie hat sich vorerst von dem Trubel zurückgezogen. Mit einer Ausnahme: Die Eltern haben sich mit dem Fernsehsender RTL zusammengetan, der exklusiv Bilder der Frühchen gemacht hat. Nach Angaben eines RTL-Sprechers sollen sie in den nächsten Tagen gesendet werden.

Die Oma des Quartetts hat sich in der Zwischenzeit um praktische Geschenke gekümmert: Sie hat Armbänder gestrickt, damit die Kleinen zu Hause nicht verwechselt werden. Denn Laura, Sophie, Jasmin und Kim, das berichtet auch ihr Pate Jung, sehen sich verblüffend ähnlich.

siu/dpa

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