Lenggries Gebrochener Bolzen löste Seilbahn-Nothalt aus
Seilbahn-Nothalt: "Wir haben Glück gehabt"
Lenggries - Es war wohl ein gebrochener Bolzen, der am Dienstag die Gondelbahn am Brauneck plötzlich zum Stehen brachte. Wie die Regierung von Oberbayern am Mittwoch mitteilte, blockierte nach vorläufigen Erkenntnissen des TÜV-Süd und der Seilbahnaufsicht dieser defekte Bolzen eine der 70 Gondeln. Diese Blockade wiederum führte zur Notabschaltung der Bahn. Der Bolzen ist Teil einer Rolle, die die Gondeln beim Durchfahren der Stützen führt. Das Tragseil, an dem die Kabinen hängen, sei von der Störung nicht betroffen gewesen.
Der plötzliche Stopp schloss 43 Fahrgäste für bis zu zweieinhalb Stunden in der defekten Bahn sein. Sie mussten teilweise mit Hubschraubern aus den Viererkabinen geholt werden. Alle Insassen blieben unverletzt.
Wann die Bahn wieder in Betrieb genommen werden kann, ist unklar. Bei der Wiederaufnahme gehe Sicherheit vor Schnelligkeit, hieß es. Die Behörden wollen die Bahn erst wieder starten lassen, "wenn nach Schadensbehebung und Prüfung aller Komponenten der eingeschaltete Sachverständige des TÜV-Süd und die technische Seilbahnaufsicht zu einem positiven Ergebnis kommen".
Die Brauneckbahn überwindet bis zur Gipfelstation des 1556 Meter hohen Braunecks einen Höhenunterschied von rund 800 Metern. Sie kann 600 Personen pro Stunde in ihren Kleinkabinen transportieren.