Leuchtturm-Transfer in Martha's Vineyard, Massachusetts - DER SPIEGEL
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Absturzgefahr: Leuchtturm-Transfer in Martha’s Vineyard

Foto: Alex Brandon / AP / dpa

Absturzgefahr 350 Tonnen schwerer Leuchtturm zieht um

Die Bewohner der Insel Martha's Vineyard im US-Bundesstaat Massachusetts lieben ihre Leuchttürme. Als einer von ihnen wegen Erosion ins Meer zu stürzen drohte, entwarfen sie einen ungewöhnlichen Rettungsplan.
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Er ist 160 Jahre alt, über 350 Tonnen schwer und mehr als 15 Meter hoch: Der Gay-Head-Leuchtturm in Aquinnah im US-Bundesstaat Massachusetts war der erste, der im 19. Jahrhundert auf der Insel Martha's Vineyard gebaut wurde.

Auf seine alten Tage musste der Leuchtturm jetzt eine für seine Verhältnisse große Reise antreten: Weil die Erosion der Steilküste ihn ins Meer zu reißen drohte, wurde er verpflanzt: Etwas mehr als 40 Meter verschoben Experten das Gebäude, so weit wie möglich weg vom lebensbedrohlichen Hang.

3,5 Millionen Euro kostete das ungewöhnliche Unterfangen - aber wenigstens nahm es einen erfolgreichen Ausgang: Um 11.10 Uhr Ortszeit sei der Turm an seinem neuen Bestimmungsort gelandet, verkündete der Leiter des Projekts, Richard Pomroy, stolz.

Auf zwei Gleisen, etwa 1,80 Meter über dem Boden, war das Ungetüm aus Ziegeln und Sandstein ins Landesinnere versetzt worden. Dies geschah sehr langsam, nur etwa 30 Zentimeter in der Minute legte der Transport zurück. Dann landete der Leuchtturm sicher auf einem Betonsockel.

Champagnerkorken knallten, eine Dixieland-Band spielte und Hunderte Schaulustige beklatschten die Aktion. Ab Juli soll der Leuchtturm wieder in Betrieb sein - und für mindestens 150 Jahre der Erosion trotzen.

ala

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