Abschied nach 1444. Spiel: Töppis letzter Treffer - DER SPIEGEL
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Reporter-Legende: Bye-bye, Töppi

Foto: Carmen Jaspersen/ dpa

Abschied nach 1444. Spiel Töppis letzter Treffer

Stakkato-Sätze, sonore Stimme, unverbesserlicher Schalk: Fans des ZDF-Sportreporters Rolf Töpperwien müssen darauf nun verzichten. Nach seinem 1444. Bundesliga-Spiel verabschiedete sich der 60-Jährige in den Ruhestand. Mit prägnantem Schlusswort.
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Mainz - "Danke an Sie alle für jahrzehntelange Treue. Der Letzte macht das Licht aus." Mit diesen Sätzen verabschiedete sich ZDF-Fußball-Reporter Rolf Töpperwien am Samstagabend nach 37 Jahren in den Ruhestand.

Zum Abschied kommentierte der am Sonntag 60 Jahre alt gewordene Fernsehmann für das "Aktuelle Sportstudio" als 1444. Spiel seiner Karriere die Bundesliga-Begegnung zwischen Werder Bremen und Hamburger SV. Als er sich für diese Partie entschieden habe, sei er noch von einer Spitzenbegegnung ausgegangen, sagte Töpperwien im Vorfeld.

Seine Bundesliga-Premiere für das Sportstudio hatte Töpperwien im Jahre 1973. Damals berichtete er über die Partie Wuppertaler SV gegen MSV Duisburg. Seitdem war der bekennende Werder-Fan ständig auf den Fußballplätzen der Republik unterwegs. Zu seinem Markenzeichen sind dabei die Interviews mit Spielern und Trainern am Spielfeldrand geworden.

Zum Abschied hatte das ZDF einen kurzen Film mit Auftritten, Pannen und Kommentaren aus Töpperwiens Sportreporterkarriere zusammengestellt. Darin bedauerte Schalke-Trainer Felix Magath, dass Töpperwien schon so zeitig seinen Abschied nehme. Bayern-Präsident Uli Hoeneß sagte, er habe sich mit Töpperwien ab und zu "schön gekabbelt", aber auch immer wieder vertragen.

"Was ist grün und stinkt nach Fisch?", soll Hoeneß einst gefragt und gleich selbst geantwortet haben: "Werder Bremen und Rolf Töpperwien."

Mittlerweile hätten die beiden ein herzliches Verhältnis zueinander, so Töpperwien in einem Interview mit "Sport Bild".

Obwohl ihm Kollegen mehrfach prophezeit hätten, dass er ohne seinen Job nicht werde leben können, wolle er sich nun auf sein Familienleben, insbesondere den vier Jahre alten Sohn Louis konzentrieren, sagte Töpperwien dem Blatt.

Die Kollegen sagten demnach auch einen ganz anderen "Töppi-Abschied" voraus: "Bei uns in der ZDF-Redaktion haben sie gesagt: Rehagel, 100 Jahre alt, wird von Töpperwien, 88, interviewt. Danach fallen beide tot um."

pad/dpa