AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd scheitert mit Berufungsantrag - DER SPIEGEL
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AC/DC-Schlagzeuger vor Gericht Phil Rudd scheitert mit Berufungsantrag

Phil Rudd hat vergeblich Berufung gegen seine Verurteilung wegen einer Morddrohung eingelegt. Acht Monate Hausarrest seien angemessen, entschied ein Richter - und wies die Einwände des langjährigen AC/DC-Schlagzeugers ab.
Musiker Phil Rudd (Archiv): Gericht in Neuseeland weist Berufungsantrag gegen Verurteilung zurück
Musiker Phil Rudd (Archiv): Gericht in Neuseeland weist Berufungsantrag gegen Verurteilung zurück

Musiker Phil Rudd (Archiv): Gericht in Neuseeland weist Berufungsantrag gegen Verurteilung zurück

Foto: Marty Melville/ AFP
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Es ist die nächste juristische Niederlage für den langjährigen AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd: Ein Gericht in Neuseeland hat den Berufungsantrag des unter anderem wegen Morddrohungen unter Hausarrest gestellten 61-Jährigen abgewiesen.

Die Drohungen Rudds während eines Telefonats seien "kein spontaner Ausbruch" gewesen, befand der zuständige Richter Raynor Asher. Vielmehr sei von einer "ernsthaften Absicht, das Opfer einzuschüchtern und stark zu verängstigen", auszugehen.

Rudd war Anfang Juli wegen Morddrohungen und Drogenbesitzes zu acht Monaten Hausarrest verurteilt worden. Weil er sich schuldig bekannt hatte, blieb ihm eine Haftstrafe erspart. Nach der Entscheidung vom Dienstag bleibt es bei dem verhängten Hausarrest.

Die Strafe von acht Monaten Hausarrest sei unangemessen, hatte Rudds Anwalt argumentiert. Sein Mandant habe erhebliche Einbußen gehabt, weil AC/DC ohne ihn auf Tournee gegangen sei. Der Richter ließ das nicht gelten. "Es ist alles andere als klar, ob die Band Rudd zum Zeitpunkt der Tat überhaupt haben wollte, bedenkt man seine Drogensucht und seine geistige Verfassung."

Der aus Australien stammende Rudd gilt als genialer, aber schwieriger Musiker. Unter anderem wegen Drogeneskapaden überwarf er sich Anfang der Achtzigerjahre mit AC/DC-Gründer Malcolm Young. Im Jahr 1983 stieg Rudd aus, elf Jahre später kehrte er wieder zurück. Wegen des Gerichtsverfahrens wurde er wieder durch Chris Slade ersetzt, der schon in den Neunzigerjahren bei AC/DC am Schlagzeug gesessen hatte.

Rudd darf während des Hausarrests weder Alkohol noch Drogen konsumieren. Er wird streng überwacht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, gegen die Auflagen verstoßen zu haben. Im November soll der Musiker erneut vor Gericht erscheinen.

wit/dpa/AFP