Actionpuppe Sienna Miller "Sie wirkt irgendwie besessen"
London - Schwer bewaffnet, im hautengen Outfit und mit Stiefeln, die kurz unter der Leiste enden, steht sie da, die martialische Actionfigur zu Millers neuem Film "G.I. Joe: Geheimauftrag Kobra". In dem Streifen spielt die schöne Blonde eine ziemlich wehrhafte und sehr brünette Spionin namens "Baroness".
Doch anstatt sich über die PR-Kampagne mit all den kleinen Model-Millers zu freuen, zeigte sich die Mimin wenig angetan: "Meine Puppe schielt und hat das größte Kinn, das Sie je gesehen haben", sagte sie dem britischen Boulevardblatt "The Sun". "Seltsamerweise sieht sie von der Seite tatsächlich aus wie ich, aber von vorne wirkt sie irgendwie besessen." Aber Actionfiguren seien sowieso immer "etwas daneben".
Schon die Dreharbeiten zu dem Film, der am 6. August in die deutschen Kinos kommt, waren offenbar unangenehm. Für ihre Rolle musste sich Miller in ein hautenges Lederoutfit zwängen, was ihr so gar nicht behagte: "Ich werde so etwas nie wieder tragen", sagte sie dem Branchendienst "Femalefirst". Fünf Monate lang habe sie sich täglich mit Hilfe von Talkumpuder in ihr Outfit gezwängt. "Ich konnte mich darin auch kaum bewegen." Als sie sich dann auch noch bei einer Explosion am Set Verbrennungen zuzog war es mit der guten Laune vorbei.
Die Soldatenfigur "G.I. Joe" gibt es bereits seit 1964, als der US-Spielzeughersteller Hasbro sie erstmals auf den Markt brachte, um - ähnlich wie Mädchen für Barbies - Jungen für die Actionpuppe mit beweglichen Gelenken zu begeistern. Der Name des Spielzeugs stammte aus dem US-Kriegsfilm "The Story of G.I. Joe" aus dem Jahr 1945.