Adele auf den Brit Awards: Abheben mit Stinkefinger - DER SPIEGEL
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Adele auf den Brit Awards Abheben mit Stinkefinger

Bestes Album, erfolgreichste Künstlerin: Auch bei den Brit Awards hat Adele ordentlich abgeräumt. Zeit für die als bodenständig bekannte Sängerin, mal so richtig abzuheben.
Adele auf den Brit Awards: Abheben mit Stinkefinger
Adele auf den Brit Awards: Abheben mit Stinkefinger

Adele auf den Brit Awards: Abheben mit Stinkefinger

Foto: DYLAN MARTINEZ/ REUTERS
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London - Am Dienstagabend wurde die 23-jährige Adele in London als beste weibliche Künstlerin mit dem Brit Award ausgezeichnet. Auch ihr Album "21", das in Großbritannien und den USA seit Wochen auf Platz eins steht, bekam einen Preis.

"Es war ein erstaunliches Jahr", sagte Adele, als sie in der Londoner O2-Arena den Preis aus den Händen ihrer zierlichen Kollegin Kylie Minogue entgegennahm. Und scherzte dann gewohnt selbstironisch: "Ich fühle mich wie eine Drag-Queen neben dir." Als Moderator James Corden ihre Rede wenig charmant unterbrach, um auf der Bühne Platz für die nachfolgende Band Blur zu machen, war es allerdings mit dem Scherzen vorbei: Die Diva zeigte ihm entnervt den Stinkefinger.

"Das ging nicht gegen meine Fans", sagte sie später. "Es tut mir leid, wenn ich jemanden verärgert habe. Die Typen in den Anzügen haben mich genervt." Der Sender ITV, der die Preisvergabe live übertrug, entschuldigte sich wiederum bei Adele. Live-Sendungen seien auf die Sekunde geplant und man sei zu dem Zeitpunkt schon in Verzug gewesen.

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Brit Awards: Adele wird Diva

Foto: Joel Ryan/ AP

Ihren Preis für das beste Album erhielt die Soul-Diva von Sänger George Michael, der nach einer lebensgefährlichen Lungenentzündung im Dezember auf die Bühne zurückkehrte. Als Dank an ihre Fans sang sie ihren Hit "Rolling in the Deep" und wurde dafür vom Publikum frenetisch gefeiert.

Adele hält sich bereits länger als jede andere auf dem ersten Platz der Billboard-Charts: 21 Wochen - damit hat sie sogar Whitney Houstons "The Bodyguard" hinter sich gelassen. Erst vor kurzem hatte Adele bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles insgesamt sechs Preise eingeheimst. Allein in der Woche darauf verkaufte sich das Album 730.000-mal, teilte Nielsen SoundScan mit.

Heli-Luxus

Mit dem immensen Erfolg scheint die "Set Fire to the Rain"-Sängerin nun erstmals ein wenig abzuheben. Nachdem sich Adele in der englischen Grafschaft West Sussex ein üppiges Anwesen gemietet hat, soll sie laut einem Bericht der "Sun" mit dem Gedanken spielen, in Zukunft im eigenen Helikopter zu reisen. Das bietet sich an - auf dem Grundstück gibt es praktischerweise bereits einen Hubschrauberlandeplatz. Laut "Daily Mail" zahlt die Musikerin für die Backstein-Villa mit zehn Schlafzimmern, Swimmingpool und Tennisplatz monatlich 15.000 Pfund Miete, etwa 18.000 Euro.

Den Brit Award für die beste Single erhielt am Dienstagabend in London die Boy- Band One Direction für "What Makes You Beautiful". Ebenfalls zwei Trophäen gingen bei der Gala in London an den jungen Singer-Songwriter Ed Sheeran, der als bester Solo-Künstler und als bester Newcomer geehrt wurde. Coldplay heimsten zum vierten Mal den Preis als beste britische Band ein.

Beste internationale Künstlerin wurde die Sängerin Rihanna, der Preis für den besten internationalen Künstler ging an den US-Sänger Bruno Mars. Die ebenfalls aus den USA stammenden Foo Fighters wurden als beste internationale Band geehrt.

Als internationale Newcomerin triumphierte die Internet-Sensation Lana Del Rey ("Video Games"). Sie sorgte in einem bodenlangen roten Abendkleid auch auf dem roten Teppich für Begeisterung.

ala/dpa/dapd

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