Adele über Depressionen: Die dunkle Seite eines Weltstars
Sängerin Adele "Ich habe eine sehr dunkle Seite"
Für viele Menschen dürfte die Geschichte von Sängerin Adele unerreichbar klingen. Mit 23 produzierte sie ein Album ("21"), das sich weltweit mehr als 30 Millionen Mal verkaufte. Laut Wirtschaftsmagazin "Forbes" verdiente sie zwischen Mitte 2015 und Mitte 2016 mehr als 80 Millionen Dollar. Und sie ist stolze Mutter eines vierjährigen Sohnes.
Doch es gibt offenbar eine Seite im Leben der Britin, die so gar nicht zum äußeren Glanz eines Weltstars passen mag: Adele ist anfällig für Depressionen. "Ich habe eine sehr dunkle Seite", sagte sie dem Magazin "Vanity Fair" im Rahmen einer Titelgeschichte. Die Krankheit habe begonnen mit dem Tod ihres Großvaters. Damals war sie zehn und begab sich in Therapie.
Krise nach dem Baby
Auch nach der Geburt ihres Sohnes im Jahr 2012 habe sie schwer gelitten. Sie sei besessen gewesen von ihrem Baby - und habe sich zugleich unzulänglich gefühlt. "Ich dachte, ich hätte die schlechteste Entscheidung meines Lebens getroffen." Irgendwann habe sie Zeit allein verbringen müssen, um die Krise zu überwinden.
Bei einem anderen Problem hat das Kind Adele offenbar sehr geholfen. Sie sei früher eine "schwere Trinkerin" gewesen, sagte die Sängerin in dem Interview. Auch die Songs für "21" seien im Rausch geschrieben worden - deshalb seien die Texte so authentisch.
Mit Kind aber sei ein Kater am nächsten Morgen Folter. Nach der Geburt ihres Sohnes habe sie aufgehört, zu trinken - sie beschränke sich inzwischen auf zwei Gläser Wein pro Woche.
Adele ist noch bis Ende November mit ihrem Album "25" auf Tour. Offenbar eine lästige Pflichtübung. Am liebsten, auch das verriet sie nun, würde sie nie mehr touren. "Ich würde am liebsten einfach nur Alben machen."