Adoption Madonna holt sich Rat bei Jolie
Hamburg - Laut der britischen Zeitung "Daily Mail" hat Madonna bereits im Sommer eine Adoptionsagentur in Los Angeles beauftragt, da sie fürchtet, britische Behörden könnten die Adoption des 13 Monate alten David blockieren. Das Blatt beruft sich auf eine nicht genannte Quelle. Hilfsorganisationen hatten bereits gegen die Adoption protestiert und eine eingehende Untersuchung gefordert.
Madonna gestern in London: Leichtere Adoption in den USA?
Foto: Getty ImagesDer 48-jährige Popstar könnte nun wegen seines Alters Schwierigkeiten in Großbritannien bekommen. In den USA werden die diesbezüglichen Regeln wesentlich flexibler gehandhabt. Schon sehr früh soll Madonna Angelina Jolie und Brad Pitt konsultiert haben. Die beiden Hollywoodstars haben bereits zwei Adoptivkinder - Zahara aus Äthiopien und Maddox aus Kambodscha. Pitt ist seit sechs Jahren mit Madonnas Ehemann, dem Regisseur Guy Ritchie, befreundet, als er in dessen Film "Snatch" mitspielte.
Schon im Januar sollen Madonna und Ritchie sich mit ihren Freunden in einem Londoner Restaurant getroffen und die Angelegenheit besprochen haben. Jolie und Pitt sind dabei sicher nicht die schlechtesten Ratgeber. Schließlich hatte auch die Adoption von Zahara für ziemlichen Wirbel gesorgt und erst nach langem Papierkrieg ein gutes Ende gefunden.
Der leibliche Vater von David wies die Kritik von Kinderhilfsorganisationen an der Adoption indes zurück. Madonna gebe seinem Sohn die Chance, in einer Familie anstatt im Waisenhaus aufzuwachsen, sagte der Vater von David, Yohane Banda in Malawi. Er habe das Baby ins Waisenhaus gegeben, da er nach dem Tod seiner Frau zu arm gewesen sein, um den Jungen alleine groß zu ziehen. Er habe der Adoption zugestimmt.
Kinderhilfsorganisationen in Malawi hatten am Dienstag eine gerichtliche Überprüfung der Adoption beantragt. Sie bezweifeln, dass alle Gesetze beachtet wurden. So gibt es beispielsweise die Auflage, wonach Adoptiveltern ein Jahr lang in Malawi leben müssen.
dab/AP