Boxendes Model: Adriana Lima tauscht Laufsteg mit Ring
Boxendes Topmodel Adriana Lima "Ein fieser linker Haken"
Adriana Lima ist nicht nur ungemein gutaussehend und erfolgreich - sie ist auch sehr, sehr wohlhabend. Zusammen mit Cara Delevingne belegt sie Platz zwei der "Forbes"-Liste der reichsten Models der Welt, verdient geschätzt neun Millionen Dollar im Jahr.
Wie die Erstplatzierte Gisele Bündchen kommt Lima aus Brasilien, einem Land, in dem mehr als ein Fünftel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. Ein Leben lang von Ruhm und Reichtum zu träumen - das gehört hier für viele Menschen zum Alltag.
Adriana Lima hat es geschafft, sie ist zum Vorbild für viele geworden. Wann immer sie nach Rio de Janeiro zurückkehrt, übt sie sich laut eigener Aussage in Demut: "Ich muss zum Corcovado gehen, den Christus anschauen und ihm für alles danken, was ich habe", sagte sie dem Nachrichtensender CNN. Der 710 Meter hohe Berg mit der gigantischen Christus-Statue darauf ist das Wahrzeichen der Stadt, jeder Besuch des Models in der alten Heimat gleiche immer auch ein wenig einer "Pilgerreise", so der Sender.
"Das ist meine Leidenschaft, es gibt mir Kraft"
Geboren wurde Adriana Francesca Lima da Silva allerdings nicht in Rio, sondern in der Küstenstadt Salvador da Bahia, der drittgrößten Metropole des Landes. Sprungbrett für ihre Karriere war die Teilnahme an dem Modelwettbewerb "Brazil's Ford Supermodel", den sie im Alter von 16 Jahren gewann. Ihren ersten Auftritt in der Vogue hatte sie schon 1997. Seither ist sie für große Modehäuser wie Christian Dior, Louis Vuitton und Givenchy gelaufen, bei "Victoria's Secret" hatte sie 2013 einen aufsehenerregenden Auftritt als geflügelter Engel ganz in Rot.
Für ihre atemberaubende Figur tut die zweifache Mutter so einiges: Vor allem das Boxen hat es ihr angetan. "Das ist meine Leidenschaft, es gibt mir Kraft", sagte sie zu CNN . Seit zehn Jahren trainiere sie regelmäßig, am besten sei ihr "fieser linker Haken", heißt es. Laut ihrem Trainer ist auch ihr Jab, die mit der Führhand geschlagene Gerade, nicht zu verachten. "Wenn ich nicht Model geworden wäre, wäre ich Boxerin geworden", sagt Lima.
Die Begeisterung für diesen toughen Sport hat die brasilianische Ausgabe der "Vogue" jetzt zum Anlass genommen, das Model beim Boxen zu inszenieren. Für das Projekt "Fight for Peace " stieg Lima mit Kindern und Jugendlichen aus den Favelas in den Ring. Die Initiative will Heranwachsenden aus den Armutsvierteln von Rio de Janeiro Spaß an der Bewegung und positive Konfliktbewältigung nahebringen.
"Dieses Projekt fördert ihr Selbstbewusstsein, stärkt ihr Selbstwertgefühl und zeigt ihnen, wie viel in ihnen steckt. Eine wundervolle Sache!", sagte Lima. Für sie selbst sei das Shooting "eine phantastische Erfahrung" gewesen.