Amy Schumer: Feldzug gegen Waffen
Protest von Amy Schumer Keine Kleidung, keine Waffen
Amy Schumer kennt kein Pardon. Wenn der US-Komikerin etwas nicht passt, kann sie schon mal rabiat werden. Zum Beispiel beim Idealbild, das sich viele Nutzer im Internet vom Frauenkörper zurechtgelegt haben. Die sexistische Sichtweise kontert die 35-Jährige mit ironischen Posts in sozialen Netzwerken.
Nun hat Schumer ein neues Thema gefunden, für das sie mit vollem Körpereinsatz eintritt: die Gewalt durch Schusswaffen in der US-Gesellschaft. Einen Tag nach ihrem Geburtstag postete sie auf Twitter ein Bild zum National Gun Violence Awareness Day - und verzichtete dabei auf ihr Höschen.
Die Schlagzeilen waren ihr sicher. Aber das dürfte ganz im Sinne der Veranstalter der Aktion sein, bei der sich Menschen unter dem Hashtag #wearorange in orangefarbener Kleidung präsentieren. Der Farbton soll an die Warnwesten erinnern, die Jäger und Hobbyschützen tragen, damit sie nicht einander versehentlich erschießen.
We cannot accept our level of gun violence as the new normal. We must take action to prevent this from happening again & again. #WearOrange
— President Obama (@POTUS44) June 2, 2016
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Gestartet wurde die Aktion 2013 in Chicago, nachdem im Januar die 15-jährige Schülerin Hadiya Pendleton in einem Park aus Versehen von Mitgliedern einer Gang erschossen wurde. Um ihren sinnlosen Tod zu verdeutlichen, entschlossen sich Freunde und Klassenkameraden, die Farbe Orange zu tragen.
Die Initiative Everytown for Gun Safety hatte die symbolträchtige Aktion aufgegriffen und landesweit bekannt gemacht. Mittlerweile nehmen zahlreiche Prominente wie Kim Kardashian, Julianne Moore oder auch Regisseur Spike Lee an der Aktion teil. Besonders für Schumer hat die zunehmende Waffengewalt im Land dabei einen persönlichen Bezug.
It's gun violence awareness day #wearorange 🚫🔫 pic.twitter.com/FpK8Ninueb
— Kim Kardashian (@KimKardashian) June 2, 2016
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Im letzten Jahr hatte bei einer Vorführung von Schumers Film "Trainwreck" in Lafayette im Bundesstaat Louisiana ein Amokläufer zwei Frauen getötet und neun Menschen verletzt. Gemeinsam mit ihrem Cousin, Senator Chuck Schumer aus New York, hatte sie sich im Anschluss für striktere Waffenkontrollen ausgesprochen. Es werde nicht das letzte Mal sein, das man von ihr zu diesem Thema höre, hatte Schumer damals gesagt. Nun hat sie nach- und blankgezogen.