Amy Winehouse: Ausgang mit Mission - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Amy Winehouse Ausgang mit Mission

Die britische Sängerin Amy Winehouse hat für wenige Stunden ihre Entzugsklinik verlassen. Die 24-Jährige beantragte bei der amerikanischen Botschaft ein Visum. Ist ihr Zustand so stabil, dass sie zur Grammy-Verleihung anreisen kann?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Winehouse traf sich gestern Nachmittag in London mit Vertretern der amerikanischen Botschaft, um einen Antrag für ein Visum zu stellen. Sie wurde entsprechend den Auflagen der Klinik von einer Krankenschwester begleitet. Auch ihr Vater Mitch war einem Bericht der Nachrichtenagentur PA zufolge an ihrer Seite.

Winehouse sah bei ihrem kurzen Ausflug gesünder aus als zuletzt. Sie trug einen weißen Minirock, ein tief ausgeschnittenes schwarz-weiß gepunktetes Top und ihre alte Haarfarbe. Tiefschwarz hatte sie ihre lange Mähne wie gewohnt zu einem Turm frisiert. Zweieinhalb Stunden später kehrte sie in die Entzugsklinik zurück.

Mit einem US-Visum könnte Winehouse zur Verleihung der Grammy-Musikpreise am 10. Februar in Los Angeles reisen. Sie ist für sechs der begehrten Auszeichnungen nominiert. Ein Sprecher der 24-Jährigen erklärte, noch sei über ihre Teilnahme nicht entschieden. Winehouse war die Einreise in die USA im vergangenen Jahr verwehrt worden, nachdem sie in Norwegen wegen Besitzes von Cannabis verhaftet und mit einem Bußgeld belegt wurde.

Derzeit hält sich die drogensüchtige Sängerin in der Londoner Klinik Capio Nightingale auf. Sie hatte sich in deren Obhut begeben, nachdem ein Video veröffentlich worden war, das sie beim Rauchen von Crack zeigte. Wie das britische Boulevardblatt "The Sun" berichtet, sind die Mediziner der behandelnden Einrichtung "begeistert" vom Engagement der Künstlerin. Zum ersten Mal sehe es tatsächlich so aus, als wolle Amy Winehouse ihre Sucht bekämpfen.

jjc/AP