Antonio Banderas über Quentin Tarantino "Künstler sollten frei sein"
Antonio Banderas
Foto: Stephane Mahe / REUTERSAntonio Banderas spielte schon Picasso, den gestiefelten Kater und Zorro. In seiner neuesten Rolle schwingt er sich zum Retter von Regisseur Quentin Tarantino auf. Dessen neuer Film "Once Upon a Time... in Hollywood" stand zuletzt öffentlich in der Kritik.
"Künstler sollten frei sein", sagte Banderas in einem Interview mit der britischen Tageszeitung "The Independent ". Wenn einem Zuschauer der Film nicht gefalle, sei dieser ja ebenso frei, sich keine weiteren Filme des Regisseurs anschauen zu müssen. "Du hast die Freiheit, den Film zu Ende zu gucken - oder es zu lassen", sagte er.
Tarantinos neunter Film läuft seit Juli im Kino. Er handelt vom alten Hollywood Ende der Sechzigerjahre. Viele frühere Prominente sind darin zu sehen - unter anderem Bruce Lee. Dessen Tochter reagierte wütend auf die Darstellung ihres Vaters, sagte, er wirke arrogant und aufgeblasen. Tarantino erwiderte, der größte Teil der Darstellung Lees entspreche der Wahrheit.
Der 59-jährige Banderas sagte, man solle sowohl die Freiheit des Künstlers, als auch die der Zuschauer respektieren. Auch ihm missfielen viele Filmszenen, sagte er. "Manche Dinge in der Kunst ärgern mich", so Banderas, "aber ich würde sie nie, nie, nie zensieren."
Banderas und Tarantino sind alte Bekannte: Zum ersten Mal trafen die beiden sich wohl beim Dreh zu "Desperado" im Jahr 1995. Damals wirkten sie beide als Schauspieler mit.