Aretha Franklin: Testament unterm Sofakissen? - DER SPIEGEL
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Verstorbene Soul-Legende Aretha Franklin Testament unterm Sofakissen?

Ihr Vermögen wird auf 80 Millionen Dollar geschätzt - dennoch fand man kein Testament von Aretha Franklin. Nun ist offenbar eines aufgetaucht: im Wohnzimmer.
Aretha Franklin singt in New York im Februar 2012
Aretha Franklin singt in New York im Februar 2012

Aretha Franklin singt in New York im Februar 2012

Foto: Jamie McCarthy / Getty Images
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Die verstorbene Sängerin Aretha Franklin hat vermutlich doch ein Testament hinterlassen. Die handgeschriebenen Dokumente wurden laut Berichten der "Detroit Free Press " und der "New York Times " in dem Haus der Soul-Legende in Detroit gefunden. Die Texte lagen demnach in einem Notizbuch unter einem Kissen ihres Sofas im Wohnzimmer und in einem verschlossenen Schrank.

Die 16 schwer lesbaren Seiten sind den Berichten zufolge auf die Jahre 2010 bis 2014 datiert und regeln offenbar Franklins Nachlass. Immobilien, Schmuck, Pelze, Stereoanlagen und weiter Dinge werden an ihre Angehörigen verteilt.

Handschriftliche Notizen

Handschriftliche Notizen

Foto: Ed White / AP

In einem Dokument, das auf den 21. Juni 2010 datiert ist, erklärt Franklin, dass sie geistig und körperlich gesund sei - bis auf "hohen Blutdruck" und eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse.

Franklin war im August im Alter von 76 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Ihre Familie war zunächst davon ausgegangen, dass die Sängerin kein Testament hinterlassen hatte. In diesem Fall würde ihr Vermögen zu gleichen Teilen auf ihre vier erwachsenen Söhne aufgeteilt. Es wird auf 80 Millionen Dollar geschätzt, das sind rund 72 Millionen Euro.

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Pastorentochter, Diva, Queen of Soul: Aretha Franklins Leben

Foto: dpa/ picture alliance / dpa

Franklins langjähriger Anwalt David Bennett reichte nun die Notizen bei einem Nachlassgericht im US-Bundesstaat Michigan ein. Er ist nach eigenen Angaben aber unsicher, ob sie als Testament gültig sind. Außerdem ist laut der "Detroit Free Press" noch nicht geklärt, ob es sich um Franklins Handschrift handle. Das Gericht hat für den 12. Juni eine Anhörung angesetzt.

jpz/dpa