Ashley Judd zeigt Twitter-Pöbler an - DER SPIEGEL
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Ashley Judd: Kampf gegen die Pöbler

Foto: Chris Pizzello / INVISION / AP

Sexuelle Beschimpfungen auf Twitter Ashley Judds Feldzug gegen die Pöbler

Der Auslöser? Kritik am Gegner ihrer liebsten Basketballmannschaft. Die Reaktionen? Üble Beschimpfungen, sexuelle Beleidigungen. Das will sich Schauspielerin Ashley Judd nicht länger gefallen lassen.
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New York - Ashley Judd hat nichts Schlimmes getan, sie hat sich nur auf Twitter zu einem Basketballspiel geäußert. Dass die 46-Jährige den Arkansas Razorbacks vorwarf, schmutzig zu spielen, gefiel den Fans dieser College-Mannschaft verständlicherweise wenig. Doch die Reaktionen, die Judds Tweet am Wochenende auslöste, stehen in keinem Verhältnis dazu.

Judd wurde mit Beschimpfungen überschüttet, viele davon ihren Angaben zufolge sexistischer Natur. Die Schauspielerin ("Divergent") veröffentlichte einige der Nachrichten auf ihrem eigenen Account, Nutzer titulierten sie demnach unter anderem als Hure und äußerten sich derart hasserfüllt, dass Judd nun gegen die Pöbler vorgehen will. "Ich werde einen Großteil des Tages damit verbringen, der Polizei von der geschlechtsspezifischen Gewalt zu berichten, die ich über soziale Netzwerke erfahren musste", sagte sie am Dienstag in der "Today Show". "Jeder muss persönlich Verantwortung dafür tragen, was er schreibt." Sie werde deshalb Anzeige erstatten.

Judd ist großer Fan der Kentucky Wildcats, die am Wochenende 78:63 gegen die Razorbacks gewannen und damit auch im 34. Spiel ungeschlagen blieben. Die Saison im College-Basketball geht nun in ihre entscheidende Phase, die sogenannte March Madness, die anscheinend einige Fans der Razorbacks tatsächlich um den Verstand gebracht hat.

Sie rechne nicht damit, dass die Anzeigen zu etwas führen, sagte Judd. Aber sie wolle dennoch ein Zeichen setzen. Dabei konnte sie eventuell schon auf eine neue Twitter-Funktion zurückgreifen. Diese soll Nutzern ermöglichen, bedrohliche Tweets leichter an die Polizei zu übermitteln. Wie der Kurznachrichtendienst mitteilte, wurde die Funktion am Dienstag eingeführt.

hut/dpa

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