Aston Martin von Prinz Philip wird versteigert - DER SPIEGEL
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Prinz Philip: König der Straße und Streiche

Foto: H&H

Prinz Philips Aston Martin Car Royal

Mit seinem Aston Martin brachte Prinz Philip die Kinder in die Schule - und weihte Englands erste Autobahn ein. Jetzt wird der Wagen versteigert. Die Royals statteten ihn mit speziellen Extras aus.
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Es ist ein Schmuckstück, das seinesgleichen sucht: Prinz Philips '54er Aston Martin Lagonda Drophead Coupe, lackiert in der Farbe Edinburgh Green. Nun wird der Wagen versteigert - nachdem er mehr als 40 Jahre nicht auf dem Markt war.

Der Lagonda war in den Fünfzigern persönlich für den Duke of Edinburgh angefertigt worden - Prinz Philip sei Aston Martins erster royaler Kunde gewesen, heißt es auf der Seite des Aktionshauses . Das Coupe war demnach fast sieben Jahre lang sein persönliches Auto, Philip fuhr damit seinen ältesten Sohn Prinz Charles zur Schule und selbst zu Polospielen. Zu den Olympischen Spielen 1956 ließ er das gute Stück nach Melbourne schiffen und 1959 eröffneten er und seine Gattin Königin Elizabeth II. darin Englands erste Autobahn.

Der Mann von Königin Elizabeth II., damals schon für seine charmante Verschrobenheit bekannt, ließ diverse Extra-Features einbauen. Unter anderem wurde ein Telefon installiert, welches er nicht nur nutzte, um seine Gattin überraschend von unterwegs anzurufen, sondern auch, um seinen Kindern Telefonstreiche zu spielen. Er soll große Freude daran gefunden haben, mit "verstellter Stimme mit Prinz Charles und Prinzessin Anne" zu telefonieren, heißt es in der Beschreibung des Wagens.

Außerdem ließ Prinz Philip einen extra Spiegel, einen sogenannten Vanity Mirror einbauen - wohl damit die Queen bequem ihren Hut richten konnte. Der Spiegel ist heute noch vorhanden, vom Scherztelefon ist jedoch nur noch der Schalter am Armaturenbrett übrig.

Der Wert des Aston Martin wird auf 350.000 bis 450.000 Euro geschätzt, insgesamt hat der Wagen 80.000 Kilometer auf dem Tacho. Die Versteigerung findet im April statt.

gam