Australien 1970: Queen beinahe Opfer eines Anschlags - DER SPIEGEL
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Australien 1970 Queen beinahe Opfer eines Anschlags

Die britische Königin entkam vor rund 40 Jahren offenbar nur knapp einem Attentat - das hat nun ein pensionierter Polizeibeamter enthüllt. In Australien versuchten demnach unbekannte Täter, ihren Zug zum Entgleisen zu bringen. Elizabeth II. habe davon nie erfahren.
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London - Die britische Königin Elizabeth II. wurde nach Angaben eines Ex-Kriminalkommissars vor rund 40 Jahren in Australien beinahe Opfer eines Anschlags auf einen Zug.

Die unbekannten Täter hätten demnach im April 1970 versucht, den Zug, in dem die Monarchin mit ihrem Mann Prinz Philip unterwegs war, entgleisen zu lassen. Nur weil der Lokführer besonders langsam gefahren war, sei Schreckliches verhindert worden, zitierte die britische Zeitung "Daily Telegraph" den damaligen Kommissar aus der Kleinstadt Lithgow, Cliff McHardy, 81.

Der Vorfall kam erst jetzt ans Licht, nachdem der pensionierte Beamte sich an eine australische Zeitung gewandt hatte. Danach hatten die Täter einen Holzklotz auf die Schienen gelegt, als das königliche Paar entlang des Gebirgszuges Great Dividing Range fuhr.

McHardy behauptete, dass die australische Regierung den Vorfall verschleiern wollte. Den Ärger, den man sich damit eingefangen hätte, hätte eine Kleinstadt wir Lithgow nicht gebrauchen können, sei die Begründung gewesen. McHardys Angaben zufolge wusste auch die königliche Familie selbst bislang nichts von dem versuchten Anschlag.

Einen Zufall schloss McHardy aus: Eine Stunde, bevor der Zug mit dem britischen Königspaar den fraglichen Streckenabschnitt passiert habe, sei der von Sicherheitskräften untersucht worden.

Die Ermittler hätten damals unter anderem Sympathisanten der nordirischen Untergrundbewegung IRA im Verdacht gehabt. Doch seien sie mit den Ermittlungen nicht weitergekommen: "Wir konnten ja keinem sagen, worum es ging. Wenn wir also Leute befragten, wirkte es immer so, als würden wir in Rätseln sprechen."

Dass er die Täter nie finden konnte, habe er zeitlebens bedauert. "Vielleicht aber meldet sich jetzt, wo die Geschichte öffentlich ist, jemand". Eine Sprecherin des Buckingham Palasts wollte den Bericht nicht kommentieren. Die australische Bundespolizei durchforstet laut einem Sprecher inzwischen ihr Archiv nach möglichen Hinweisen zu dem vorgeblichen Mordkomplott.

Er sei nun an die Öffentlichkeit gegangen, weil er die Täter damals unter den erschwerten Ermittlungsbedingungen nicht finden konnte, sagte McHardy. Nun hoffe er auf neue Hinweise.

pad/dpa/AFP

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