Auszeichnung Papst wird mit bayerischem Sprachpreis geehrt
Rom/Konzell - Im Anschluss an die wöchentliche Generalaudienz soll dem katholischen Kirchenoberhaupt am kommenden Mittwoch in Rom der Preis überreicht werden. Als "polyglotte Persönlichkeit" habe Papst Benedikt XVI. bei verschiedenen Anlässen seine Herkunft nicht verleugnet und ganz selbstverständlich bayerisch geredet, begründete Josef Obermeier vom "Förderverein Bairische Sprache und Dialekte" die Ehrung.
Der Verein setzt sich dafür ein, dass Prominente bei öffentlichen Auftritten im Dialekt reden und so für die traditionelle Sprache werben. Nach Meinung des Vereins sei das Bayerische überall im Freistaat auf dem Rückzug. Im Raum München könnten nur noch zwei Prozent der Schüler bayerisch reden, im oberbayerischen Umland beherrsche nur noch jedes fünfte Kind den Dialekt.
Der Papst habe der Ehrung zugestimmt. Er bekommt die "Nordbairisch-Mittelbairische Sprachwurzel" überreicht, eine Trophäe aus einer Glasmanufaktur im Bayerischen Wald. Die Auszeichnung symbolisiert einen Baumstamm, auf dem eine Glaskugel mit Lufteinschlüssen sitzt. Die Kugel soll das Sprachzentrum im Gehirn darstellen.
jjc/dpa