Bambi-Mode: Von flatterhaft bis klassisch - DER SPIEGEL
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Mode beim Bambi: Bitte recht blass!

Foto: Luca Teuchmann/ Getty Images

Roter Teppich bei der Bambi-Verleihung Hart gegen zart

Will man Miley Cyrus angezogen erleben, muss man sie offenbar nur zu einer deutschen Preisverleihung einladen. Beim Bambi trug die 20-Jährige hochgeschlossen, und auch der Rest der Gäste bewegte sich modisch zwischen angemessen und langweilig. Nur eine konnte das mit ihrer Scharfzüngigkeit ausbügeln.
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Berlin - Die Fans am Potsdamer Platz in Berlin warteten vor allem auf sie: Miley Cyrus, durch viel Provokation und nackte Haut endlich Ex-Teeniestar. Doch auf dem roten Teppich der Bambi-Verleihung wurde die 20-Jährige ihrem momentanen unzüchtigen Image nicht gerecht. Sie trug Schwarz, bodenlang und Hut. Trotzdem kreischte die Miley-Menge am Rand des roten Teppichs frenetisch beim Anblick der Sängerin.

Auch der Rest der Gäste wagte sich modisch nicht gerade vor. Das Lager war gespalten in Klassisch-Schwarz und Flatterhaft-Puderfarben. Victoria Beckham tänzelte in einer schwarzen Robe aus ihrer eigenen Kollektion zum Theater - angesichts ihres Bambi-Gewinns im Bereich Mode schien das nur angemessen.

Ebenfalls im schwarzen Lager: Barbara Schöneberger. Schwarz war auch ihr Motto beim Humor. Nach einigen recht fiesen Seitenhieben auf Oberlippenbärtchen von Grünen-Politikerinnen knöpfte sich die Moderatorin während einer Laudatio Schauspieler Jan Fedder vor. Nicht einmal der könne sich die Veranstaltung schöntrinken.

Der Rest des 200 Meter langen roten Teppichs war bevölkert von zarten Wesen. Sylvie van der Vaart hatte ihrem Glitzerfummel von Claes Iversen zusätzlich noch Flügel umgeschnallt, Model Franziska Knuppe streute noch ein paar Glitzer-Applikationen auf ihr Kleid von Basler. Jana Pallaske und Franziska van Almsick hatten sich gleich beide in einen nicht weiter definierbaren rosafarbenen Stoff gewickelt.

Mit dem Bambi, dem ältesten deutschen Medienpreis, werden seit 1948 Menschen ausgezeichnet, die das Publikum begeistern, bewegen und berühren. Barbara Schöneberger erhielt keinen Preis.

gam/dpa