Barbra Streisand: "Herrisch und eigensinnig"
Barbra Streisand Ein Hoch auf herrische Frauen
New York - Am Set galt sie manchmal als schwierig - aber nach eigener Aussage kann Barbra Streisand tatsächlich anstrengend werden. "Solange ich mich erinnern kann, haben die Leute gesagt, ich sei herrisch und eigensinnig", sagte die 70-Jährige bei einer Filmgala in New York. Das liege daran, dass sie tatsächlich so sei. "Ein dreifaches Hoch auf herrische Frauen!"
Plattform für diese einsichtige Rede waren die 40. Chaplin Awards, bei denen Streisand für ihre Kinokarriere geehrt wurde. Sie habe immer schon Schauspielerin werden wollen, sagte sie. Nur habe man sie zunächst nur singen hören wollen. Bevor sie den Erfolgsfilm "Yentl" umsetzen konnte, habe sie den Produzenten erst versprechen müssen, zu singen. "Ich danke Gott dafür, dass er mir eine gute Stimme gegeben hat."
Streisand, zu deren Markenzeichen neben ihrer großen Nase auch ihr Silberblick gehört, ist einer der erfolgreichsten Hollywoodstars überhaupt. Sie zählt zu den wenigen, die einen Oscar, einen Emmy, einen Grammy und einen Tony Award haben. Mit mehr als 80 Millionen verkauften Schallplatten und hohen Filmgagen verdiente sie zeitweise mehr Geld als alle vier Beatles zusammen.
Unter den Gästen und Laudatoren bei den Chaplin Awards waren auch viele von Streisands Freunden. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton lobte die Großherzigkeit und das Talent der 70-Jährigen. Liza Minnelli, Tony Bennett und Wynton Marsalis spielten Streisand ein Ständchen. Nur vom Kollegen Robert Redford, ihrem Co-Star aus "So wie wir waren", gab es noch ein bisschen Spott: Er sei vor den Dreharbeiten vor ihr gewarnt worden, sagte er in einer Videobotschaft an die Sängerin. Aber dann habe er feststellen müssen, dass sie nicht nur schön und begabt sei, sondern auch gewissenhaft arbeite.
In der kommenden Woche gibt es dann die nächste Gelegenheit für Glückwünsche - dann feiert Streisand ihren 71. Geburtstag.