Palin-Clan: Hauptsache ins Fernsehen
Beinah-Schwiegersohn als Soap-Star Die Laus im Pelz der Sarah Palin
Hamburg - Er tingelte durch Talkshows und lästerte dort über den Palin-Clan, er zog sich für ein Nackt-Magazin aus und dehnte das "Wir sind ein Paar - Nein, wir haben uns getrennt - Nein, wir sind wieder zusammen"-Spiel mit seiner Ex-Freundin Bristol Palin endlos aus.
Doch Levi Johnston ist mit seiner "Wie quetsche ich jedes Quäntchen Profit aus meinen Beziehungen zur Palin-Sippe?"-Strategie längst noch nicht am Ende.
Der 20-Jährige kündigte nun an, sich um das frühere Amt seiner Beinah-Schwiegermutter Sarah Palin bewerben zu wollen, um den Bürgermeisterposten in Wasilla, Alaska.
Genau dort hatte auch die stramme Republikanerin Palin 1996 ihre politische Karriere begonnen, bevor sie Gouverneurin des Staates Alaska wurde und bei den US-Wahlen 2008 schließlich für das Amt der Vizepräsidentin kandidierte.
Levi Johnstons Bewerbung begleitet - natürlich - ein TV-Team: Sein Weg vom High-School Abschluss zum Bürgermeisterposten soll Gegenstand einer Reality-TV-Show sein. Titel der Sendung: "Loving Levi: The Road to the Mayor's Office" - "Wir lieben Levi - sein Weg zum Bürgermeisteramt".
Ein ziemlich langer Weg: 2012 könnte Johnston das Mandat frühestens übernehmen. In der Zwischenzeit könnte er sich aber auch vorstellen, als Stadtrat zu kandidieren oder natürlich eine Karriere in Hollywood voranzutreiben, sagte sein Manager Tank Jones, der ihm bei der Kampagne helfen soll.
Levi Johnston fühlt sich für die politische Aufgabe jedenfalls gewappnet: "Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr glaube ich, dass wir das wirklich schaffen können", sagte Johnston dem US-Magazin "Variety". Anfangs sei er nicht begeistert gewesen von der Idee der Produzenten Scott Stone und David Weintraub. Aber nun wolle er den Job "auf jeden Fall machen", sagte Johnston im Interview. Der Pilotfilm wird bereits gedreht, die Produzenten bieten die Show nun auf dem Markt an.
Er wisse, dass er momentan nicht den besten Ruf habe, die Menschen schwankten "zwischen Liebe und Hass". Aber: "Wir versuchen, das zu ändern. Die Show wird Amerika zeigen, wer ich wirklich bin und was ich in meinem Leben erreichen möchte", sagte Johnston.
Natürlich soll es in der neuen Show nicht nur um die politische Bewerbung gehen, sondern auch um die Suche nach der großen Liebe und Johnstons Leben als Vater von Palins Enkelkind.
Sollten sich Spekulationen bewahrheiten, wonach Sarah Palin mit ihren Ambitionen das Weiße Haus betreffend keinesfalls abgeschlossen hat und sich doch noch um das Präsidentenamt bewerben wird, dürfte man künftig noch viel von Levi Johnston hören.